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Angelo Barletta (li.) und Markus Husterer (re.) feiern den "goldenen" Torschützen Emil Noll. Foto: Roskaritz
22.02.09
Es lebe der Lauf: 1:0-Last-Minute-Sieg über Osnabrück

Der Positivlauf des FSV Frankfurt geht weiter: Gegen den VfL Osnabrück siegte das zweitbeste Team der Rückrunde mit 1:0. Das "goldene Tor" köpfte Emil Noll in der Nachspielzeit.

Das Spiel begann für den FSV sehr lebhaft. Nach neun Minuten stand ein Eckenverhältnis von 6:0 für die Schwarz-Blauen zu Buche. Den ersten Eckball verpasste Markus Husterer um Zentimeter. Barlettas Kopfball nach Eckball Numero Sechs lenkte VfL-Keeper Stefan Wessels über die Latte. Danach hatte der für den kranken Gennadi Blizniuk zum Einsatz gekommene David Ulm zu zwei Möglichkeiten, aber sein Schuss wie sein Kopfball führten nicht zum erhofften Erfolg. 

 

Auch Matias Esteban Cenci kam zu einer Gelegenheit. Er nahm eine Flanke volley mit vollem Risiko und verfehlte den Kasten von Wessels deutlich. Kurioser Höhepunkt der ersten halben Stunde war der Einwurf von Darlington Omodiagbe, der durch eine Unachtsamkeit Wessels' fast im eigenen Tor gelandet wäre.

Bis dahin sorgten die Angriffe der Osnabrücker selten für Gefahr, doch in der 37. Minute rettete der Pfosten für den FSV, ansonsten war der einmal mehr hervorragend aufgelegte Patric Klandt zur Stelle.

 

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte kam Einiges an Arbeit auf den Frankfurter Keeper zu: Zuerst entschärfte er einen gefährlichen Kopfball, danach schnappte er dem heranstürmenden Gaetano Manno das Leder vom Fuß. In der 69. Minute machte sich Klandt ganz lang, nachdem Manno Husterer aussteigen ließ und aufs lange Eck zielte. Eine Minute später hatte der FSV Glück bei einem Lattenkopfball von Thomas Reichenberger. 

Ab diesem Zeitpunkt übernahm der FSV wieder das Ruder: Youssef Mokhtari ging auf der halblinken Seite durch die Osnabrücker Hintermannschaft, legte nach innen, aber es fand sich kein Abnehmer für den Pass. Fünf Minuten später hatte der peruanische Nationalspieler Juior Ross bei seinem Debüt für den FSV Frankfurt die Schusschance aus halbrechter Position, aber der Ball zischte am langen Eck vorbei.

Auch Angelo Barletta und Youssef Mokhtari hatten noch Möglichkeiten, aber bis zur Erlösung für den FSV und seine Fans dauerte es bis in die Nachspielzeit: Mokhtari brachte den Eckball von der rechten Seite hinein, Emil Noll stieg am höchsten, köpfte ins kurze Eck ein und sicherte damit den Sieg!

 

Kapitän Barletta gab nach dem Spiel zu, "dass etwas Glück dabei war, aber wir hatten in der Vergangenheit sehr viel Pech. Jetzt haben wir uns das Glück zurückgeholt." FSV-Team-Chef Tomas Oral analysierte treffend: "In den ersten zwanzig Minuten hatten wir das Spiel in der Hand, dann waren wir nicht mehr aggressiv genug und haben den Gegner stark gemacht. Wir hatten einen starken Torwart und das Glück des Tüchtigen. Mit den Auswechslungen kam frischer Wind. Wir hätten mit mehreren Aktionen in Führung gehen können, aber manchmal braucht das Glück länger. Das war ein dreckiger Sieg, den braucht man im Abstiegskampf."

 

FSV Frankfurt - VfL Osnabrück 1:0 (0:0)

 

Frankfurt: Klandt - Weißenfeldt, Barletta, Husterer, Noll - Mehic, Shapourzadeh, Kreuz (66. Mikolajczak) - Youssef Mokhtari - Cenci, Ulm (66. Ross)

 

Osnabrück: Wessels - Thomik, Schuon, Omodiagbe, Schäfer - Heidrich, Surmann - de Wit, Geißler - Manno (82. Braun), Reichenberger (76. Frommer)

 

Schiedsrichter: Sascha Thielert (Buchholz)

 

Tor: 1:0 Noll (90.+1)

Zuschauer: 4.084

Gelbe Karten: Noll (5/1) - Reichenberger (3), Heidrich (5)


Autor: MATTHIAS GAST
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