3. Liga


„Ein Königreich für einen Torjäger“

FSV verliert Mainderby mit 4:1

Goecer und Azaouagh im Zweikampf Foto: bild pressehaus

Am 10. Spieltag konnte sich der FSV beim Nachbarschaftsduell gegen Kickers Offenbach nicht durchsetzen. Nach einer Führung durch ein Eigentor unterlagen die Bornheimer dem OFC trotz einiger guter Chancen mit 4:1.

Nach sechs gespielten Minuten zeigten sich beide Mannschaften das erste Mal maßgeblich in Erscheinung. Während Kara das Netz nur von außen traf konterte die heimische Elf und beförderte das Spielgerät über das Tor. Ansonsten standen die Anfangsminuten ganz im Zeichen des gegenseitlichen Abtastens. Knappe vier Minuten später zeigte sich erneut der OFC in typischem rot stark im Angriffsspiel. Der FSV versuchte, das Spiel möglichst breit zu machen und das gelang den Schwarz-Blauen vor allem mit langen Bällen und einem ausgeklügelten Passspiel.

Ein Freistoß von Kara konnte kurz vor der 20-Minuten-Marke direkt aus der Gefahrenzone gebracht werden. Die erste Ecke der Partie gehörte den Offenbachern, wurde jedoch nicht als gefährliche Torchance genutzt und der darauffolgende zweite Versuch aus Richtung Eckfahne landete in den Armen unseres Keepers Aulbach. Kleine Ungenauigkeiten und Fehlpässe sorgten bei beidem Teams für einen gestörten Spielaufbau, nur wenige eindeutige Torchancen entstanden in der ersten knappen halben Stunde des Montagabendspiels.

Durch ein Eigentor geht der FSV in Minute 29 in Führung: Der von Schick in den Sechzehner gebrachte Ball prallt an Offenbachs Kirchhoff ab und geht ins Netz. Offenbach zeigte sich aber nach wie vor stark und bekam seine nächste gute Chance zehn Minuten vor Ende des ersten Durchgangs. Bis kurz vor dem Halbzeitpfiff ging es sehr ausgeglichen weiter, in der ersten Minute der Nachspielzeit gelang Dren Hodja jedoch der 1:1 Ausgleich. Mit diesem offenem Zwischenstand ging es in die Halbzeitpause.

Ähnlich intensiv ging es nach Wiederanpfiff weiter. Abwechselnd befanden sich die Mannschaften im Angriff, die bisher beste Chance ereignete sich in Spielminute 53 und hätte fast in einer Offenbacher Führung geendet, nur mit viel Glück konnte ein weiterer Gegentreffer verhindert werden. Beflügelt von der aussichtsreichen Torchance baute der OFC immer mehr Druck auf. Schick konnte folglich mit einen leider etwas zu ungenauen Torschuss glänzen, der nur knapp das Tor verfehlte und das Netz stattdessen von außen traf. Er durchbrach damit kurzweilig die gute Phase der Offenbacher. Gleich drei eindeutige Chancen spielten sich kurze Zeit später zugunsten des FSV ab, keinem der Angreifer gelang es jedoch, die Führung zurückzugewinnen. Dafür konnten unsere Nachbarn von der anderen Mainseite sich in Spielminute 68 ein weiteres Mal durchsetzen. Maik Vetter belohnte den OFC mit der 2:1-Führung vor heimischer Kulisse und nahm so den aufkommenden Wind aus den FSV-Segeln. Zwar zeigten die Bornheimer auch weiterhin gute Ansätze, die Elf in rot schoss jedoch die Tore. Das 3:1 durch Akgöz fiel in Minute 79 und kurz vor Abpfiff legte ebendieser noch ein weiteres Tor obendrauf. Der pünktliche Schlusspfiff beendete eine Partie auf Augenhöhe, dessen Ergebnis völlig konträr zum Spielverlauf steht.

„Ein Königreich für einen Torjäger – das trifft es heute wohl.“, resümierte Alexander Conrad nach der Partie. „Wir haben meiner Meinung nach ein sehr gutes Spiel gemacht, haben Offenbach wenig zur Entfaltung kommen lassen, haben sie vor große Probleme gestellt. In vielen Situationen hat Daniel Endres die Führungen für uns unterbunden. Kurz vor der Pause kriegen wir unglücklich das 1:1, das drückt das Unglück aus, was wir heute erlebt haben. 4:1 – wenn man das liest, denkt man, das war ein ganz deutliches Spiel. Und das war es eben nicht. Offenbach steht zu Recht da oben, weil sie sie Dinger eben auch ausnutzen. Den einzigen Vorwurf, den ich meiner Mannschaft machen kann, ist, dass wir die Tore nicht gemacht haben und ein bisschen zu passiv waren. Aber unterm Strich haben wir uns sehr, sehr gut verkauft.“

Kickers Offenbach

Endres – Rapp (77. Akgöz), Vetter, Hodja, Firat (82. Hecht-Zirpel), Theodosiadis (36. Schulte), Maier, Treske, Göcer, Marx, Kirchhoff

FSV Frankfurt

Aulbach – Torre Howell, Andacic (73. Mfumu), Azaouagh, Pollasch, Kara (73. Seegert), Bell Bell, Schick (Rose 80.), Djengoue, Huckle, Becker

Zuschauerzahl

7.129

Schiedsrichter

Timo Klein, Manuel Reichardt, Julian Geid

Gelbe Karten

Schick (11.)

Andacic (56.)

Rapp (63.)

Hodja (72.)

Tore

0:1 – Kirchhoff (ET, 29.)

1:1 – Hodja (40+1.)

2:1 – Vetter  (68.)

3:1 – Akgötz (79.)

4:1 – Akgötz (90.)

Autor: BM | 25.09.2017

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