3. Liga


Verbesserte Lebensqualität durch Spezialtherapien

Die dritte Movember-Woche

Der FSV Frankfurt mit dem Saphir/KGU Team im CyberKnife Behandlungsraum. Foto: FSV

Die dritte Movember-Woche ist fast vorbei und diesmal wurden unsere Spieler Mateo Andacic, Christoph Becker sowie Patrick Spengler, Prokurist des FSV Frankfurt und Rainer Saggau, Associate Director von Infront (FSV Frankfurt Branch) ins Radiochirurgie Zentrum des FSV-Hauptsponsors Saphir eingeladen. Nach einem kleinen Rundgang mit Ulrich-Rüdiger Strege, Geschäftsführer von Saphir, durch die Räumlichkeiten durfte sich die Delegation des Regionalligisten exklusiv den CyberKnife™-Roboter anschauen, mit dem die radiochirurgischen Behandlungen durchgeführt werden. Zu Gast waren auch die Ärzte der Strahlentherapie, PD Dr. med. Panagiotis Balermpas, und der neue Direktor der Urologie, Prof. Dr. med. Felix Chun, des Universitätsklinikums Frankfurt, die die Movember-Aktion des FSV klinisch begleiten. 


Welche Therapie ist die „Richtige“ für Männer mit Prostatatumoren?

„Die optimale Therapie des Prostatakarzinoms ist eine individuelle Entscheidung zusammen mit dem Patienten“, erklären PD Dr. Balermpas und Prof. Chun.

Die richtige Therapieentscheidung beim Vorliegen eines Prostatakarzinoms (Prostatakrebs) hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Die Wahl des für den Patienten optimalen Therapieverfahrens muss hierbei immer in einem ausführlichen Gespräch zusammen mit dem Patienten unter Berücksichtigung des individuellen Patientenwunsches und des Risikoprofils des vorliegenden Prostatakrebses erfolgen. Denn jeder Patient ist anders, und nicht jeder Prostatakrebs ist gleich! Vereinfacht kann man den Prostatakrebs in einer Art Ampelsystem einteilen: „grün“ steht hierbei für einen Krebs mit niedrigem Risiko, „gelb“ mit mittlerem Risiko und „rot“ für einen Hochrisiko-Prostatakrebs.

Aktive Überwachung oder aktive Therapie? Das Risikoprofil des Prostatakrebses ist entscheidend

Patienten mit einem „grünen“ Prostatakrebs müssen nicht umgehend aktiv therapiert werden, sondern können unter engmaschigen Kontrollen „aktiv überwacht“ werden. Eine engmaschige fach-urologische Überwachung ist hierbei unbedingt notwendig, um den Übergang des Prostatakrebses in den „gelben“ oder „roten“ Risikobereich nicht zu verpassen. Steigt während der Überwachungsphase z.B. der PSA-Wert an, muss mit dem Patienten über eine aktive Therapie gesprochen werden. Patienten des „gelben“ oder „roten“ Risikobereichs sollte bereits nach Diagnosestellung eine aktive Therapie angeboten werden.

Möglichkeiten der aktiven Therapie: minimal-invasive vs. offene Operation

„Die operative Entfernung des Prostatakrebses ist die derzeit am häufigsten angewandte und sehr bewährte Methode zu dessen lokaler Behandlung- mit hervorragenden Ergebnissen“, erklärt Prof. Chun, Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum. „Als Operationsmethoden stehen hierbei die offen-chirurgische oder die minimalinvasive, roboterassistierte Entfernung der Prostata zur Verfügung. Bei letzterer wird mit Hilfe eines Operationsroboters (DaVinci®) die Prostata über kleinste Schnitte entfernt – ein Verfahren, das nur wenige Kliniken anbieten! Unabhängig von der operativen Technik geht es bei dieser komplexen Operation um die Herstellung der Krebssicherheit sowie gleichzeitig um Schonung von Kontinenz und Potenz mit einer daraus folgenden deutlichen Erhöhung der Lebensqualität und Patientenzufriedenheit“, erklärt Prof. Chun weiter.

Möglichkeiten der aktiven Therapie: strahlentherapeutische Verfahren

„Zu den strahlentherapeutischen Verfahren gehören die externe Bestrahlung, angepasst an die Tumorsituation und die Begleitumstände des Patienten, und die interne Bestrahlung, die sogenannte Brachytherapie, und Kombinationen aus beiden“, erklärt PD Dr. Balermpas aus der Strahlentherapie. „Dabei sind die modernen Linearbeschleuniger heute technisch sehr versiert, so dass Nebenwirkungen nur noch selten vorkommen. Die Behandlung mittels stark verkürzter Hochdosisbestrahlung in einigen wenigen Sitzungen (Hochdosisraten-Brachytherapie und Stereotaktische Köperstamm-Strahlentherapie) sind generell auch als primäre Behandlungsoption denkbar. Jedoch sollten diese Therapien nur im Rahmen von klinischen Studien angeboten werden. Die Hochdosisbestrahlung in fünf Sitzungen mit dem CyberKnife™ wird z.B. in der deutschen HYPOSTAT-Studie bei uns in Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Saphir Radiochirurgie Zentrum für geeignete Patienten angeboten“, erklärt PD Dr. Balermpas weiter.

Vorstellung in einem Prostatakrebszentrum – zur neutralen Beratung über alle Therapieoptionen

Welche Therapie für den Patienten auch immer am sinnvollsten ist - wichtig ist die ausführliche Beratung an interdisziplinären Prostatakrebszentren, die alle Behandlungen anbieten und in einer großen Zahl durchführen. Am Universitätsklinikum Frankfurt werden alle Prostatakarzinompatienten im interdisziplinären UCT (Universitäres Centrum für Tumorerkrankungen) vorgestellt. Hiernach kann durch die neutrale Bewertung der individuellen Situation eine Festlegung einer optimalen Therapiestrategie zusammen mit dem Patienten erfolgen.


Weiterführende Informationen gibt es auch hier: 
- Opens external link in new windowProstatakrebszentrum Universitätsklinikum Frankfurt
Opens external link in new windowDaVinci
Opens external link in new windowHYPOSTAT-Studie
Opens external link in new windowUCT Frankfurt 



Autor: OB, SK | 22.11.2017

  Drucken


Newsletter Anmeldung






Nach dem Klick auf die Schaltfläche "eintragen" gelangst Du zu unserem An- und Abmelde-System. Hier erhältst Du weitere Informationen.




Sponsoren des FSV Frankfurt
© FSV Frankfurt 1899 Fußball GmbH    |ImpressumKontaktDatenschutz