3. Liga


FSV verliert in letzter Sekunde

1:2-Niederlage beim SSV Ulm 1846

Ilias Soultani scheitert an Torhüter Ortag. Foto: Anzzo Photography

Samstagmittag, strahlender Sonnenschein und über 25 Grad. Ideale Bedingungen für das Auswärtsspiel des FSV Frankfurt beim SSV Ulm 1846. Nach zuletzt fünf (bzw. mit Hessenpokal sogar sechs) Spielen ohne Niederlage trat das Team mit breiter Brust auf. 

Nach dem 0:0 gegen die zweite Mannschaft des FSV Mainz 05 nahm unser Trainer Alexander Conrad drei Änderungen in der Startelf vor: Alban Sabah war nach seiner verletzungsbedingten Pause wieder dabei, außerdem Christoph Becker und Ilias Soultani von Beginn an. Marco Koch und Denis Mangafic nahmen zunächst auf der Bank Platz, Ahmed Azaouagh musste verletzungsbedingt passen.  

Nach einer kurzen Abtastphase gehörten die ersten zwanzig Minuten der Partie den Gastgebern. Freistöße, Eckbälle, die gefährlich nah vors Tor kamen. Zur ersten echten Chance kam es in der 18. Minute, als ein Ulmer Schuss aber glücklicherweise nur am Pfosten landete. Bis dato stand unsere Abwehr gut und auch Marco Aulbach konnte einen frühen Rückstand verhindern.

In der 22. Minute erneut eine gute Chance der Ulmer, diesmal per Kopf. Der Ball flog übers Tor. Kurz darauf, gut drei Minuten später, Adrian Beck mit einem Schuss, den Aulbach am Tor vorbei lenkte. Zur besten Chance kam unser Team nach gut einer halben Stunde, doch Ilias Soultani scheiterte am Ulmer Torwart Christian Ortag. Die erste Hälfte endete so torlos, was aufgrund der zahlreichen Ulmer Chancen und dem Druck, der von der Mannschaft ausgeht, durchaus eine anzuerkennende Leistung unserer Schwarzblauen war.

Halbzeit zwei startete mit einem Wechsel, der gelb-vorbelastete Robert Schick machte Platz für Arif Güclü. Die zweite Hälfte war kaum wenige Minuten alt, da startete Ulm wieder einen Angriff. Den Konter im Gegenzug konnte dann aber Vito Plut nutzen, er lief durch und vollstreckte selbst. Das 0:1 in der 52. Minute.

Nun versuchten es wieder die Ulmer, erarbeiteten sich Chance um Chance und bekamen auch den einen oder anderen Freistoß zugesprochen, den sie allerdings nicht zu nutzen wussten.

Zu einer erneut sehr guten Chance kam unser Team in Minute 70. Der gerade eingewechselte Steffen Straub auf der linken Seite, schiebt rüber zu Vito Plut, der passt zum mitgelaufenen Aschauer, der im schnellen Lauf allerdings den Ball versucht direkt im Tor unterzubringen, statt ihn erst zu stoppen und so die nahezu 100 prozentige Chance zum Ausbau der Führung leider nicht nutzen kann.

Der SSV Ulm gab sich jedoch nicht auf und kämpfte weiter. Zur Erinnerung: am vergangenen Wochenende hatten die Ulmer kurz vor Schluss noch einen 0:2-Rückstand in Dreieich in ein Untentschieden verwandelt. Das Team weiß also, wie Kampf bis zu Ende funktioniert. Erneute Ecke für die Gastgeber. Der Ball landete vor Adrian Beck, der mit einem strammen Schuß aus ca. 20 Metern das 1:1 erzielte (83. Minute).

Im Gegenzug kam es nochmal zu einer guten Chance für den FSV, doch der Ball landete in den Armen des Ulmer Keepers. Nach 90 Minuten schien es zunächst, als könnte der FSV heute erneut einen Punkt mitnehmen und damit seine Serie ausbauen. Schiedsrichter Braun zeigte ganze vier Minuten Nachspielzeit an und diese vier Minuten wussten die Gastgeber zu nutzen. In der vierten Minute der Nachspielzeit - und somit fast mit dem Schlußpfiff - war es Steffen Kienle, der den vermutlich letzten Kopfball der Partie tatsächlich noch im Tor unterbringen konnte. 2:1 für den SSV Ulm und damit auch der Endstand.

Der FSV Frankfurt tritt nun am kommenden Freitag gegen die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim an (19.10.2018, 19 Uhr).

Alexander Conrad (Trainer FSV Frankfurt): “Wir sind zu Beginn nicht so aufgetreten, wie wir uns das vorgenommen hatten. Wir haben fast nur reagiert, obwohl wir einige gute Möglichkeiten hatten. In der zweiten Hälfte, nachdem wir nochmal einige Änderungen vorgenommen hatten, kamen wir besser raus. Wir haben in den ersten Minuten der zweiten Hälfte dann schon mehr Kombinationen gespielt, als in der ganzen ersten Halbzeit und sind dann mit einem schönen Angriff in Führung gegangen. Dann die Schlüsselszene in der 70. Minute, wo wir das sehr schön herausspielen und Aschauer nur einschieben braucht. Letztendlich müssen wir es so nehmen, wie es ist.”

Holger Bachthaler (Trainer SSV Ulm 1846): “Für uns war es wieder ein spannender Fußballnachmittag. Die Mannschaft hat versucht, durch zu kombinieren. Wir haben heute die Mentalität und die Qualität der Mannschaft gesehen. Wir hatten Glück, das 0:2 nicht zu kassieren. Insgesamt denke ich, der Sieg geht am Ende in Ordnung. Da stand eine Mannschaft auf dem Platz, die bis zur letzten Minute alles gegeben hat. Wir sind sehr froh, dass wir die drei Punkte eingefahren haben, gegen einen Gegner, der zuvor 5 Spiele nicht verloren hatte und der eine riesen Qualität hat und deswegen ist der Sieg nochmal umso höher einzuschätzen.”


SSV Ulm
Ortag – Schindele, Krebs, Reichert, Campagna, Nierichlo (56. Morina), Schmidts, Beck, Kienle, Lux (84. Braig), Gutjahr (69. Sapina) 


FSV Frankfurt
Aulbach – Sabah, Pollasch, Soultani (88. Sierck), Schick (46. Güclü), Huckle, Plut, Becker, Tyminski (57. Straub), Nothnagel, Aschauer.


Zuschauerzahl
1816

Schiedsrichter
Thorsten Braun

Gelbe Karten
Reichert, Morina – Schick, Pollasch, Becker

Tore
0:1 Plut (52.), 1:1 Beck (83.), 2:1 Kienle (90.+4.)

Autor: SK | 13.10.2018

  Drucken


Newsletter Anmeldung






Nach dem Klick auf die Schaltfläche "eintragen" gelangst Du zu unserem An- und Abmelde-System. Hier erhältst Du weitere Informationen.




Sponsoren des FSV Frankfurt
© FSV Frankfurt 1899 Fußball GmbH    |ImpressumKontaktDatenschutz