3. Liga


"Ein viel zu hohes Ergebnis"

FSV trennt sich mit einer 1:4-Niederlage von Steinbach Haiger

Steffen Straub beweist sich gegen Steinbacher Gegenspieler Foto: Anzzo Photography

Bei eisigen Temperaturen startete das letzte Spiel vor der Winterpause gegen Steinbach Haiger. Die erste Aktion des Spiels gebührte den Gästen, ein Lattentreffer setzte in der dritten Minute ein erstes Ausrufezeichen. Danach kam aber auch der FSV zum Zug: Ein Eckball war der Beginn der ersten richtig guten Chance für unsere Bornheimer. Aschauer kam erst nicht richtig an den Ball und konnte nicht zum Tor köpfen, aber eine Hereingabe aus der Distanz konnte im nächsten Moment tatsächlich verwertet werden. Das erste vermeintliche Tor fiel in der sechsten Minute für den FSV, aber der Unparteiische entschied, den Treffer wegen eines Fouls am Torwart nicht zu zählen. Arnold Budimbu bekam kurz darauf die Chance auf einen Treffer für Steinbach, aber Aulbach konnte den Ball davor bewahren, ins Tor zu kullern.

Der FSV machte jedoch weiterhin Druck, auch Robert Schick gelang in Spielminute zehn eine scharfe Hereingabe von Linksaußen, einer der Gegenspieler hatte jedoch einen Fuß dazwischen und Keeper Paterok musste nicht eingreifen. Nach einer Viertelstunde dann der verdiente Treffer einer souveränen FSV-Offensive: Alexander Aschauer gelang sein erster Saisontreffer in der Regionalliga. Das zweite aberkannte Tor gab es in der 23. Minute. Der Ausgleichtreffer für Steinbach fiel, es wurde jedoch auf Abseits entschieden. Treffen konnten die Gäste dennoch – in der 29. Minute verwandelte Timo Kunert einen Freistoß direkt in ein Tor. Der Ausgleich fiel, es stand 1:1. Das Spiel blieb schnell und ausgeglichen, der FSV bekam einige Male die Gelegenheit zur erneuten Führung. Bei Mannschaften erhöhten den Druck ab der 35. Minute noch einmal maßgeblich. Es ging schnell hin und her, die Chancen häuften sich. Eine der besten Möglichkeiten gab es knapp vor der 40-Minuten-Marke. Nach einer Ecke vom TSV konnte Marco Aulbach den Ball in letzter Sekunde wegfausten, danach entstand ein Durcheinander im Strafraum, bei dem es noch einmal sehr knapp wurde. Bei diesem Spielstand blieb es allerdings nicht. Quasi mit dem Pausenpfiff war ein erneuter Freistoß Vorlage für das nächste Tor der Gäste aus Steinbach. Sascha Marquet verwandelte folglich zum 1:2, nach dem der Schiedsrichter die Mannschaften direkt in die Kabinen schickte. 

Die zweite Hälfte war nicht mehr ganz so spannungsgeladen wie das letzte Drittel des ersten Durchgangs. Timo Kunert versuchte sich in der 54. Minute an einem Distanzschuss, davor passierte nur wenig. Robert Schick steuerte den Ball kurz danach ebenfalls über die Torlatte. Aschauer konnte sich in der 58. Minute nicht gegen gleich zwei seiner Gegenspieler durchsetzen und verpasste den Moment zum Abspielen, weshalb der wohl beste FSV-Angriff dieser zweiten Hälfte nicht verwertet werden konnte. Die Bornheimer konnten sich aber dennoch zeitweise behaupten. Aschauer konnte kurz nach dem Treffer zum 1:3 fast einen Kopfball verwandeln, über rechts gelangen weitere gute Offensivleistungen, die aber nicht belohnt wurden. Es fehlte dennoch der entscheidende Zugriff auf das Spiel, schließlich machte die Conrad-Elf einen etwas unsortierten Eindruck. Der TSV konterte in der 72. Minute gut, schnell spielten sie sich in den Strafraum, wo sich die Gäste aber nicht gänzlich behauten konnten und ein weiteres Mal an Aulbach scheiterten. Ab der 70. Minute wurde die Partie erst einmal etwas ruhiger, auf dem Rasen passierte trotz einiger Auswechslungen nur wenig. Uneinholbar wurde es schließlich zehn Minuten vor Schluss, als Tim Müller aus der Distanz abzog und zum 1:4 traf. Benedikt Koep konnte in der 87. Minute beinahe noch einen nächsten Treffer addieren, sein Schuss traf nur den Pfosten. Am eindeutigen Spielstand, der so eigentlich nicht zwingend das Spiel wiederspiegelte, änderte sich in den letzten Minuten nichts mehr.

„Steinbach hat eine gute Mannschaft, die haben Qualität“, sagte Cheftrainer Conrad in der Pressekonferenz. „Durch den Lattenschuss am Anfang hätten sie in Führung gehen können. Dann hatten wir zwanzig Minuten, in denen wir es richtig gut gemacht haben. Wir machen das 1:0, gehen in Führung. Und dann habe ich fast nur Schlüsselszenen gesehen. Steinbach macht dann vor der Pause das 1:2, wieder durch einen Standard. Ein berechtigter Freistoß, wo wir einfach vorne schon einen Ballverlust haben. Es war viel Betrieb von Steinbacher Seite, da sind sie viel abgezockter, haben viel reklamiert. Wir hatten viele Szenen, wo wir gut im Spiel waren und die Führung hätten ausbauen können. Aber ich finde, das ist ein viel zu hohes Ergebnis, aber wir hätten da am Ende vom Ergebnis her besser dastehen müssen.“


FSV Frankfurt
Aulbach – Sierck, Pollasch (65. Mangafic), Koch, Aschauer, Schick, Straub (80. Rose), Huckle, Tyminksi, Becker (65. Güclü), Nothnagel


TSV Steinbach Haiger
Paterok – Kunert, Herzig, Strujic, Göttel (77. Koep), Candan, Trkulja (85. Sevim), Budimbu, Marquet, Heister (73. Welker), Müller


Schiedsrichter
Luca Schlosser

Zuschauerzahl
923 

Gelbe Karten
Nothnagel 

Tore
1:0 Aschauer (15.), 1:1 Kunert (29.), 1:2 Marquet (45.), 1:3 Göttel (60.), 1:4 Müller (80.)

Autor: BM | 08.12.2018

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