3. Liga


FSV verpasst Sieg am Tag der Traumtore

Der FSV Frankfurt und der FC Bayern Alzenau trennen sich 2:2 Unentschieden

Nach dem 0:3 in Saarbrücken stellte Coach Thomas Brendel im Vergleich zur Partie am Mittwoch nur auf einer Position um. Mischa Häuser rückte für Mirco Born in die Startformation.
Der FSV begann druckvoll und hatte nach 2 Minuten den ersten Abschluss durch Güclü, der allerdings kein Problem für den Alzenauer Keeper darstellte. In der 8. Minute wurde Endres das nächste Mal geprüft, parierte allerdings erneut gut. In der Folge kontrollierte der FSV das Spielgeschehen in der Anfangsphase, kam allerdings zu keinen Großchancen. Alawie verpasste die größte Gelegenheit, legte sich den Ball allerdings zu weit vor, als er alleine auf den Torwart zulief (16.). Alzenau kam in der 17. Minute zum ersten Abschluss, der allerdings kein Problem für Marco Aulbach darstellte. Rico Kaiser hatte in der 28. Minute mit einem Distanzschuss dann die beste Gelegenheit die Gäste in Führung zu bringen, sein Schuss ging jedoch knapp vorbei. Kurz darauf war es dann endlich soweit. Nachdem Ljubicic sich kurz vor dem Strafraum nur mit einem Foul zu helfen wusste, konnte Dominik Nothnagel zeigen, dass ein Edeltechniker in ihm steckt. Den fälligen Freistoß setzte er perfekt in den Winkel und brachte die Bornheimer somit in der 32. Spielminute in Führung. In der 41. Minute bekam der früh eingewechselte Mirco Born dann die Möglichkeit zu erhöhen, scheiterte jedoch aus spitzem Winkel am Alzenauer Keeper. Nur 2 Minuten später zeigte sich jedoch, dass Trainer Thomas Brendel mit Borns Einwechslung die völlig richtige Entscheidung getroffen hatte. Aus etwa 18 Metern fasste sich der Neuzugang ein Herz und zirkelte das Spielgerät wie schon Nothnagel beim 1:0 wunderschön in den Winkel (43.). Der FSV ging somit nach zwei Traumtoren hochverdient mit einer 2:0 Führung in die Kabine. Alzenau konnte offensiv kaum Akzente setzen und stellte die Frankfurter Defensive vor keine größeren Probleme. Mangelnde Präzision im Spielaufbau und viele kleinere Fouls im Mittelfeld verhinderten noch mehr Highlights in dieser intensiven ersten Hälfte der Traumtore. Die Zuschauer konnten sich also noch auf eine Leistungssteigerung beider Teams in Hälfte zwei freuen.
Beide Teams kamen anschließend unverändert aus der Kabine. Die Gäste aus Bayern zeigten direkt, dass sie sich noch nicht geschlagen geben wollen und zogen erst einmal ein zwei minütiges Power Play rund um den Frankfurter Strafraum auf, aus dem jedoch kein gefährlicher Abschluss resultierte. Nachdem es anschließend auf keiner Seite zu zwingenden Aktionen kam, zeigte Alzenau in der 54. Minute, dass sie auch Traumtore schießen können. Calabrese zimmerte den Ball aus großer Distanz unhaltbar in die Maschen. Alzenau blieb nun dran und hatte durch Kikutani, der nach seiner Hereinnahme die FSV Abwehr ordentlich durcheinander wirbelte die große Chance zum Ausgleich. Marco Aulbach hatte allerdings etwas dagegen, dass die Serie der Traumtore fortgesetzt wird. Der FSV wackelte nun bedenklich und hatte Glück, dass Alzenau kurz darauf nur den Pfosten traf, nachdem die Abwehr und Aulbach bereits geschlagen waren. In der 65. Minute bestraften die Gäste den FSV für dessen Passivität nun doch. Ausgerechnet der ehemalige Offenbacher Dren Hodja wurde im Strafraum sträflich alleine gelassen und musste nach einer perfekten Flanke nur noch einnicken. Erst in der 69. Minute kam der FSV zum ersten Mal in dieser Hälfte gefährlich vor das Tor der Gäste. Alawie brachte jedoch nicht genug Druck hinter den Ball. Insgesamt war der FSV bis hierhin kaum wieder zu erkennen. Nach der dominanten ersten Halbzeit verschoben sich die Kräfteverhältnisse in im zweiten Abschnitt komplett. In der Folge stabilisierte sich der FSV wieder und das Spiel fand größtenteils im Mittelfeld statt. Erst in der 77. Minute gab es durch Kikutami wieder einen Abschluss, der allerdings weit drüber ging. In der 80. Minute bekam Vito Plut die größte Chance für den FSV in der zweiten Halbzeit. Nach gutem Zuspiel scheiterte er am gut reagierenden Endres. Für die 1421 Zuschauer in der PSD Bank Arena gab es also Grund zur Hoffnung, dass die Bornheimer wie schon oft in dieser Saison noch ganz spät zuschlagen. Und tatsächlich hatte Muhamed Alawie in der ersten Minute der Nachspielzeit die große Möglichkeit auf das 3:2. Daniel Endres hielt seinen wuchtigen Schuss jedoch überragend. Anschließend beendete Schiedsrichter Hasmann die Partie in der sich der FSV Frankfurt und der FC Bayern Alzenau nach zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten in einer umkämpften Partie letztlich verdient 2:2 trennen. Für den FSV geht es nächste Woche in Gießen weiter, gefolgt vom nächsten Heimspiel gegen den SSV Ulm in der darauffolgenden Woche.            
In der Pressekonferenz nach dem Spiel betonte FSV Trainer Thomas Brendel, dass er durchaus enttäuscht war, mit dem Ausgang des Spiels. Man habe sich viel vorgenommen und habe auch verdient mit 2:0 geführt. Im Vergleich zum letzten Spiel in Saarbrücken sei eine deutliche Steigerung zu sehen gewesen.  Allerdings habe sich auch gezeigt, dass man noch nicht gefestigt genug ist, um eine Führung über die Zeit zu bringen. Letztlich sei es zudem schade gewesen, dass man die Chancen in der Schlussphase gegen den starken Aufsteiger nicht nutzen konnte. Im Großen und Ganzen gilt es nun konzentriert zu bleiben und beim nächsten Spiel in Gießen wieder eine starke Leistung zu zeigen.

Aufstellungen:
FSV Frankfurt: Aulbach – Güclü, Häuser (90. Weinhardt), Straub (28. Born), Plut, Alawie, Sejdovic (66. Bazzoli), Djengoue, Wilton, Nothnagel, Mangafic

Bayern Alzenau: Endres – Kaiser, Schick, Calabrese, Ljubicic, Mehnatgir (54. Kikutami), Firat, Hodja (Jourdan), Kalata (54. Sentürk), Wilke, Sawaneh

Tore:
1:0 Nothnagel (32.), 2:0 Born (44.), 2:1 Calabrese (54.), 2:2 Hodja (65.)

Gelbe Karten:
Djengoue / Ljubicic, Calabrese



Schiedsrichter:
Justin Joel Hasmann

Zuschauer:
1421


Autor: LZ | 17.08.2019

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