3. Liga


Bittere 0:1-Niederlage in letzter Sekunde

Ramos köpft Berliner Siegtreffer

Nikita Rukavytsya bringt den Ball nicht an Patric Klandt vorbei, links Marc Stein. Foto: Hübner

Der FSV Frankfurt hat das Heimspiel gegen die Übermannschaft der Liga, Hertha BSC Berlin, sehr unglücklich mit 0:1 (0:0) verloren. Den entscheidenden Treffer erzielte Adrian Ramos kurz vor dem Schlusspfiff.

 

Gegen "seine Hertha" kam der ehemaliger Berliner Marc Stein von Anpfiff an zum Einsatz, er vertrat den frischgebackenen Papa Andreas Dahlen auf der linken Abwehrseite, der zuletzt nicht regelmäßig trainierte.

 

Das Spiel benötigte keine lange Aufwärmphase. Nach drei Minuten grätschte der Berliner Rob Friend in eine Hereingabe, aber der Ball flog über Klandts Kasten. Fast im Gegenzug hätte Sascha Mölders beinahe eine Flanke von Christian Müller eingenickt, aber der Berliner Aushilfstorhüter Marco Sejna hatte seine Fingerspitzen noch an der Kugel. Mölders war es auch, der, hervorragend von Jürgen Gjasula per Direktspiel eingesetzt, auf der linken Seite auf das Berliner Tor zueilte. Aber sein Schuss aus spitzem Winkel konnte den Hertha-Keeper nicht überwinden.

 

In der Folge stand Patric Klandt wieder des Öfteren im Blickpunkt, doch sämtliche Situationen meisterte er - wie gewohnt - mit Bravour. Ob die Verwirrung im Strafraum oder der folgende Eckball, Klandt war zur Stelle. Immernoch in der ersten Viertelstunde ergaben sich zwei weitere Top-Möglichkeiten für den FSV: Die erste nach Zuspiel von Sven Müller auf Mölders, der im Strafraum den Ball nicht an Sejna vorbeispitzeln konnte, die zweite bekam Mario Fillinger von Mike Wunderlich per Eckball serviert, doch sein Kopfball aus aussichtsreicher Position ging über die Latte.

 

Die Berliner Fans feuerten ihre Mannschaft weiter kräftig an, doch auf der Tribüne kamen die weitgereisten Zuschauer bereits ins Staunen, was diese Frankfurter Mannschaft mit ihrer Hertha veranstaltete. Gefährlich wurde es für den FSV noch einmal kurz vor der Pause: Ein Schuss von Raffael bereitete Klandt leichte Probleme und nach dem folgenden Eckball musste der Frankfurter Torsteher Kopf und Kragen riskieren, um eine Hertha-Führung zu vereiteln.

 

Im zweiten Spielabschnitt ließ die Partie etwas nach, aber erneut Mölders hätte den FSV in Front schießen können, wenn ihm nach Pass von Gjasula der Ball nicht zu weit nach vorne gesprungen wäre. Drei Minuten danach konnte sich wieder einmal Patric Klandt auszeichnen, der Raffael auf sich zukommen sah. Klandt ließ sich nicht überlisten und parierte meisterhaft.

 

Mitte der zweiten Hälfte hätte der FSV mit mehreren Gelegenheiten das Spiel zu seinen Gunsten entscheiden können. Gjasula knallte einen Freistoß in die Mauer, den Nachschuss setzte Cidimar neben das Gehäuse. Der Brasilianer traf auch nach einer sehr ansehnlichen Kombination über Wunderlich, Gjasula und Mölders den Ball nicht richtig. Levan Kobiashvili brachte sogar sein eigenes Tor in Gefahr, sein Klärungsversuch landete knapp neben dem Pfosten.

 

Als sich fast alle im Frankfurter Volksbank Stadion mit einem gerechten Unentschieden abgefunden hatten, flankte der von Bayern München gekommene Christian Lell von der rechten Seite, Ramos stand in der Luft und setzte den Kopfballaufsetzer zum 0:1 in die Maschen. Mölders hätte das Ergebnis sogar kurz vor Abpfiff noch egalisieren können, aber am Ende blieb es bei einer äußerst unglücklichen Niederlage für den FSV.

Autor: Matthias Gast | 16.10.2010

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