3. Liga


FSV marschiert weiter: Ex-Duisburger besiegen MSV

3:1 durch Tore von Schlicke, Mölders und Wunderlich

Jubel mit den mitgereisten FSV-Fans nach dem Sieg über Duisburg. Foto: Roskaritz

Der FSV Frankfurt hat das Auswärtsspiel beim MSV Duisburg mit 3:1 (2:1) gewonnen. Die ehemaligen Duisburger Björn Schlicke und Sascha Mölders sowie Mike Wunderlich erzielten die Tore für den FSV.

FSV-Cheftrainer Hans-Jürgen Boysen kehrte wieder zur 4-1-4-1-Formation zurück, der zuletzt Gelb-gesperrte Samil Cinaz nahm die Sechser-Position ein, Jürgen Gjasula wurde wieder in der  Mittelfeldreihe eingesetzt.

Die schwarz-blauen Frankfurter nahmen gleich zu Spielbeginn das Heft in die Hand. Nach wenigen Minuten konnte Sturmspitze Sascha Mölders eine scharfe Hereingabe von Momar N’Diaye noch nicht verarbeiten. In der sechsten Minute machten es beide besser. Mölders rutschte mit nach oben gestrecktem Bein in die Flanke des Senegalesen, berührte den Ball mit der Fußspitze, aber hatte Pech. Der Ball sprang an den Pfosten, auch den Abpraller konnte kein FSV-Akteur gewinnbringend verarbeiten.

Die Duisburger hatten ihre erste Chance in der 23. Minute, als enorm groß gewachsene Stefan Maierhofer eine Flanke von links mit dem Kopf erwischte. Doch FSV-Keeper Patric Klandt war zur Stelle und lenkte den Ball über die Latte. Kurz darauf hatte Maierhofer mehr Erfolg: Dieses Mal kam die Flanke von Julian Koch von der rechten Seite, Maierhofer köpfte aus fünf Metern Torentfernung zur 1:0-Führung ein, Klandt hatte keine Chance. Beim folgenden Baljak-Schuss nach 32 Minuten hatte Klandt keine Probleme, aber die Zebras kamen zunehmend stärker auf. Nach einem Eckball verfehlte Bruno Soares nur knapp das FSV-Tor.

Auf der anderen Seite zeigte Mario Fillinger, dass der FSV stets auf seine Chance lauerte, doch sein Schuss ging am langen Pfosten vorbei. Doch die Warnung war gerechtfertigt, denn in der 35. Minute prallte ein abgewehrter Freistoß von Mike Wunderlich an der Höhe der Strafraumlinie auf und ausgerechnet der ehemaliger Duisburger Kapitän und jetzige FSV-Spielführer Björn Schlicke haute die Kugel wunderschön per Dropkick mit Links zum 1:1-Ausgleich in den MSV-Torwinkel.

Zwei Minuten später schlug der nächste ehemalige Duisburger zu. Über Gjasula kam der Ball zu N’Diaye, der in die Strafraummitte flankte. Technisch anspruchsvoll lenkte der Angreifer den Ball per Innenseitendropkick unhaltbar ins lange Eck – der FSV hatte das Spiel gedreht! Wunderlich hätte kurz vor der Halbzeitpause sogar noch erhöhen können, doch sein Volleyschuss aus 15 Metern Torentfernung segelte über das Ziel.

Knapp übers Tor ging auch Wunderlichs Schuss nach einer tollen Kombination direkt nach der Halbzeitpause. Auf der Gegenseite stand Klandt wieder im Mittelpunkt, als Goran Sukalo nach einer MSV-Ecke gefährlich aufs Tor köpfte. Die Reaktionsschnelligkeit des in neonorangefarbener Ausrüstung gekleideten FSV-Torhüters verhinderte Schlimmeres. Der FSV zog sich nun weiter zurück und ließ die Zebras marschieren. Per Konter sollten entscheidende Nadelstiche folgen.

Größere Chancen der Gastgeber konnten weitgehend verhindert werden doch in der 69. Minute tauchte Baljak frei vor Klandt auf – und kam bei zwei Versuchen nicht an Parade-Patric vorbei. Und der MSV machte weiter Wirbel, kam zu weiteren Gelegenheiten und reklamierte einmal Strafstoß, doch die Schiedsrichterpfeife blieb stumm.

Kurz vor Ende sorgte Mike Wunderlich für die Entscheidung: Vom linken Strafraumeck schoss er aufs Duisburger Tor. Der Ball wurde leicht abgefälscht und landete im Netz: 3:1 für den FSV bei der zuvor heimstärksten Mannschaft der 2. Fußball-Bundesliga!

MSV Duisburg - FSV Frankfurt 1:3 (1:2)

Duisburg: Yelldell - Benjamin Kern (76. Grlic), Soares, Bajic (87. Schäffler), Veigneau - Koch, Sukalo - Sahan, Trojan (71. Yilmaz) - Maierhofer, Baljak

Frankfurt: Klandt - C. Müller, Schlicke, Gledson, Manuel Konrad - Cinaz - Gjasula (77. Dahlen), Wunderlich - N'Diaye (83. Bouhaddouz), Fillinger (71. S. Müller) - Mölders

Tore: 1:0 Maierhofer (26.), 1:1 Schlicke (36.), 1:2 Mölders (41.), 1:3 Wunderlich (85.)

Schiedsrichter: Christian Schößling (Leipzig)

Zuschauer: 10.127

Gelbe Karten: Sukalo, Trojan - Cinaz, Gjasula

Autor: Matthias Gast | 03.12.2010

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