3. Liga


FSV mit Riesenpech in Cottbus

1:2 in der Nachspielzeit gefangen

Das unglückliche 2:1 - Stefan Hickl und Patric Klandt ärgern sich auf unterschiedliche Weise. Foto: Moschitz/Hübner

Der FSV Frankfurt hat am Freitagabend in Cottbus eine äußerst unglückliche 1:2 (0:0)-Niederlage erlitten. Der Cottbuser Siegtreffer fiel erst in der Nachspielzeit. Zwischenzeitlich markierte Aziz Bouhaddouz sein erstes Zweitligator.

FSV-Cheftrainer Hans-Jürgen Boysen brachte für die gelb-gesperrten Mike Wunderlich und Christian Müller die neuen Kräfte Marc Heitmeier und Mario Fillinger. Heitmeier übernahm gemeinsam mit Samil Cinaz die „Doppel-Sechs“, Fillinger kehrte auf seine gewohnte Position im linken Mittelfeld zurück. Aziz Bouhaddouz spielte im rechten Mittelfeld, Stefan Hickl erledigte den Job von Christian Müller rechts in der Viererkette.

Das Spiel in der eiskalten Lausitz bei gefühlten zehn Grad minus nahm schnell Fahrt auf, schon nach einer Minute musste Gledson – der sich wieder enorm präsent im FSV-Strafraum zeigte - am eigenen Fünfmeterraum klären. Bei einem Schuss von Bouhaddouz an der Strafraumkante der anderen Spielhälfte hielt Markus Brzenska seine Fußsohle dazwischen, genau ans Schienbein des FSV-Offensivspielers, der sich vor Schmerzen am Boden krümmte, doch Schiedsrichter Frank Willenborgs Pfeife blieb stumm. „Das hätte Elfmeter geben müssen“, sagte sky-Moderator Hartmut von Kameke in der Halbzeit.

Wieder Riesenpech in der 14. Minute: Bouhaddouz schickte Sascha Mölders in den Strafraum, der nahm den Ball volley gegen die Laufrichtung des Energie-Torhüters Thorsten Kirschbaum und traf – den Pfosten! Auf der Gegenseite war ein Kullerball von Jiayi Shao der erste Schussversuch, der das Tor von Patric Klandt erreichte, aber für den FSV-Keeper kein Problem darstellte.

Für eine interessante Abwechslung sorgte eine schwarz-weiße Katze, die in der 28. Spielminute durch das Spielfeld sprintete oder anschließend unter der Cottbuser Fantribüne verschwand. „Wir wollen die Katze sehen“, skandierten die Energie-Anhänger anschließend. Nach einer Eckballserie für Energie streckte Energie-Mittelfeldmann Marco Kurth den FSV-Akteur Mario Fillinger bei einem Zusammenstoß nieder und sah dafür die Gelbe Karte.

Die Gastgeber hoben sich ihren besten Spielzug der ersten Hälfte für die letzten Sekunden des 1. Abschnitts auf. Nach passablem Direktspiel kam Daniel Adlung zum Schuss aber setzte den Ball volley über das Tor der Schwarz-Blauen.

Nach der Pause zeigte sich zuerst der FSV: Cinaz prüfte mit einem Distanzschuss den Schlussmann Kirschbaum. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten, doch Hickl verhinderte Schlimmeres. Ein ausgeglichenes Spiel, wie diese Szenen zeigten. Doch gegen die Freistoßkunst des Chinesen Shao ist kein Kraut gewachsen. Der hämmerte das Spielgerät auf den FSV-Kasten, Klandt lenkte den Ball mit den Fingerspitzen an den Pfosten, doch der torgefährliche Verteidiger Uwe Hünemeier war zur Stelle und staubte zur 1:0-Führung der Lausitzer ab.

Kurz danach ergab sich die nächste Top-Chance für Cottbus nach einem Shao-Freistoß: Klandt wehrte ab, der folgenden Kopfball von Brzenska segelte über die Latte. Nach einer Stunde ärgerte sich Björn Schlicke maßlos, weil er gegen Emil Jula zu spät kam und dafür die 5. Gelbe Karte kassierte. Beim Spiel im Berliner Olympiastadion fehlt der Kapitän des FSV! Auch Heitmeier und Gledson sahen Gelb, die potentiellen Innenverteidiger also verwarnt, auch Cinaz und Mölders sahen die Verwarnungskarte.

Doch Aziz Bouhaddouz ließ das Vergessen: Nach einer Flanke vom eingewechselten Momar N’Diaye köpfte das FSV-„Urgestein“ aus acht Metern den 1:1-Ausgleich. Das erste Zweitligator des Aziz Bouhaddouz! Danach gab es Möglichkeiten auf beiden Seiten, auch der eingewechselte Cidimar hatte noch die Gelegenheit zum Führungstreffer.

Ganz bitter: In der Nachspielzeit, es lief bereits die 92. Spielminute, als Energie-Torjäger Nils Petersen noch eine Flanke erwischte und aus extrem spitzem Winkel den Ball ins Tor bugsierte, versetzte Energie dem FSV den k.o. Unglaublich es Pech für Schwarz-Blau!

Energie Cottbus - FSV Frankfurt 2:1 (0:0)

Cottbus: Kirschbaum - Bittroff, Brzenska, Hünemeier, Ziebig (34. Soma) - Shao, Kurth (72. Roger), Kruska, Adlung (81. Reimerink) - Jula, Petersen

Frankfurt: Klandt - Hickl, Schlicke, Gledson, Konrad - Heitmeier, Cinaz (64. Cidimar) - Bouhaddouz, Gjasula (S. Müller), Fillinger (74. N’Diaye) - Mölders

Tore: 1:0 Hünemeier (49.), 1:1 Bouhaddouz (76.), 2:1 Petersen (90.+2)

Gelbe Karten: Kurth, Kruska, Adlung, Brzenska / Gledson, Cinaz, Schlicke, Mölders, Heitmeier

Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück)
Zuschauer: 8.520

Autor: Matthias Gast | 25.02.2011

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