3. Liga


Paderborn-Schreck Cidimar bringt Glück zurück

Auch Geburtstagskind Mölders trifft

Cidimar beim Jubel mit seinen Teamkollegen. Foto: Roskaritz

Der FSV Frankfurt hat am Sonntagnachmittag in Paderborn beim 2:2 (2:1) einen wichtigen Auswärtspunkt ergattert. Besonders bemerkenswert ist diese Leistung, weil die Gastgeber bereits nach sieben Minuten 2:0 führten.

FSV-Cheftrainer Hans-Jürgen Boysen nahm im Vergleich zum Heimspiel gegen Ingolstadt eine Änderung in der Startelf vor: Für Marc Stein begann Manuel Konrad auf der linken Abwehrseite. Ganz in weiß betrat der FSV gegen die schwarz-blauen Paderborner das Feld. Leider wiederholte sich nicht das Szenario aus der letzten Saison: Nach 13 Sekunden stand es noch immer 0:0. Im letzten Jahr hatte zu diesem Zeitpunkt Cidimar schon zur FSV-Führung getroffen.

Dafür passierte schnell etwas auf der anderen Seite, genauer gesagt nach 1:45 Minuten. Christian Müller wurde unsanft zu Fall gebracht, Bibiana Steinhaus pfiff aber nicht. So war der Weg frei für Philipp Heithölter, der den Ball von der linken Seite über den machtlosen Patric Klandt hinweg zur 1:0-Führung ins Tor lupfte. Der nächste Schock folgte nach sieben Minuten: Über Umwege kam der Ball im Strafraum zu Sören Brandy, der plötzlich völlig frei vor Klandt stand und sich die Chance zum 2:0 nicht entgehen ließ.

Nach einer Viertelstunde stürmte Enes Alushi auf den freistehenden Klandt zu, doch der FSV-Keeper konnte den langen Pass noch rechtzeitig abfangen. Der FSV versuchte, nach vorne zu spielen, doch der letzte Pass, die letzte Flanke kamen nicht an. Das änderte sich zum Glück nach 18 Minuten. Christian Müller flankte an die Fünfzehnmeterraummarkierung und Geburtstagskind Sascha Mölders (26 Jahre) köpfte zum 1:2-Anschlusstreffer ein. Für den FSV keimte wieder Hoffnung auf! Jetzt funktionierten auch die Kombinationen besser, der FSV versuchte nachzulegen. Aber auch der SCP blieb gefährlich: Björn Schlicke klärte im letzten Moment gegen Daniel Brückner, Rolf-Christel Guie-Mien rutschte der Ball in der nächsten Situation über den Fuß. Die folgende Doppelchance eine Minute später wurde in gemeinsamer Arbeit der FSV-Hintermannschaft abgeblockt.

Nach einer halben Stunde wollte der FSV Daniel Brückner ins Abseits laufen lassen, doch der Schiedsrichterassistent ließ die Fahne unten. Brückner wollte Klandt überlupfen, doch der FSV-Schlussmann bekam seine Finger noch an den Ball und lenkte das Spielgerät am Tor vorbei. In er 40. Minute gelang nach etwas Leerlauf wieder ein Angriff mit Flanke von Christian Müller und Direktabnahme von Gjasula, aber der Schuss stellte kein Problem für Paderborns Torhüter Daniel Masuch dar.

Nach der Pause kam Mario Fillinger für Samil Cinaz. Die erste Gelegenheit hatte der Paderborner Heithölter per Freistoß, Klandt hielt den Ball sicher, wie auch die folgenden Freistöße und den Lupfversuch des eingewechselten David Jansen. Kurz darauf verpasste Aziz Bouhaddouz den Torerfolg nur knapp nach einem Eckball. Fünf Minuten später hätte der Deutsch-Marokkaner zweimal per Kopf vollenden können, doch der Abschluss war zu unpräzise. Besonders Jürgen Gjasula hatte in der 75. Minute die große Möglichkeit, den Ausgleich aus etwas zehn Metern Torentfernung zu erzielen, doch sein Versuch konnte von Torhüter Masuch pariert werden.

Die Schlussphase hatte es in sich: Zuerst rettete Müller kurz vor der Linie, danach Klandt alleine gegen Alushi. Genug Chancenfutter für den SCP also, den Sack zuzumachen. Doch dieses Mal war das Glück auf der FSV-Seite: Eine druckvolle Hereingabe in den Strafraum verwertete Paderborn-Schreck Cidimar per Kopf zum vielumjubelten 2:2-Ausgleich. Mit der letzten Parade brachte Klandt den Punkt unter Dach und Fach. An diesem sonnigen Sonntag gab es endlich wieder lachende Gesichter in den Reihen des FSV Frankfurt.

SC Paderborn - FSV Frankfurt 2:2 (2:1)

SC Paderborn: Masuch - Wemmer, Mohr, Strohdiek, Raitala - Krösche, Alushi - Guie-Mien (80. Palionis), Brückner (89. Daghfous), Heithölter – Brandy (64. Jansen)

FSV Frankfurt: Klandt - Christian Müller, Schlicke (68. N’Diaye), Gledson, Manuel Konrad (81. Cidimar) – Cinaz (46. Fillinger) - Heitmeier, Gjasula, Wunderlich, Bouhaddouz - Mölders

Tore: 1:0 Heithölter (2.), 2:0 Brandy (7.), 2:1 Mölders (19.), 2:2 Cidimar (90.)

Gelbe Karten: Guie-Mien / Bouhaddouz, Schlicke

Schiedsrichter: Bibiana Steinhaus (Hannover)
Zuschauer: 5.835

Autor: Matthias Gast | 20.03.2011

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