3. Liga


Glück in Osnabrück! - FSV sichert Klassenerhalt

1:1 nach früher Führung von Schlicke

Wieder extrem stark im Zweikampf: Gledson (hier gegen Flamur Kastrati). Foto: Hübner

Der FSV Frankfurt hat am Gründonnerstag in Osnabrück zum dritten Mal hintereinander den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga gesichert. Den Grundstein legte FSV-Kapitän Björn Schlicke mit seinem Treffer in der Anfangsphase.

FSV-Cheftrainer Hans-Jürgen Boysen musste auf seine komplette kreative Mittelfeldzentrale verzichten. Jürgen Gjasula war aufgrund der fünften Gelben Karte gesperrt, Mike Wunderlich hütete zuhause wegen einer Grippeerkrankung das Bett. Auf der Gegenseite war der ehemalige FSV’ler Henrich Bencik ebenfalls grippekrank, der frühere FSV-Kapitän Angelo Barletta nahm vorerst auf der Osnabrücker Ersatzbank Platz.

Der FSV lief in einer 4-4-2-Formation auf. Vor der aus dem letzten Spiel gegen den TSV 1860 München bekannten Hintermannschaft agierte eine Viererkette im Mittelfeld mit Sven Müller, Samil Cinaz, Marc Heitmeier und Mario Fillinger. Davor stürmte Sascha Mölders gemeinsam mit Momar N’Diaye.

Nach dem Kampf durch den dichten Osterverkehr schaffte es auch der FSV-Fanbus rechtzeitig zum Anpfiff ins Stadion. Die Mannschaft des FSV betrat in schwarz-blauen Heim-Trikots und weißen Auswärts-Hosen das Spielfeld. Auch die Stutzen waren weiß, zumindest bis zum Anpfiff.

Die „Veilchen“ kamen heiß aus der Kabine und belagerten sofort die Hälfte des FSV. Bereits nach wenigen Sekunden musste FSV-Torhüter Michael Langer eine Hereingabe zum Eckball klären. Die erste Aktion des FSV war ein Freistoß von Björn Schlicke aus 35 Metern, der ebenfalls zur Ecke geklärt wurde. Und daran war wieder Schlicke maßgeblich beteiligt. Der Eckball von der linken Seite – getreten von Sven Müller- wurde von Sascha Mölders per Kopf verlängert. Der FSV-Capitano grätschte in den Ball und bugsierte ihn zur frühen 1:0-Führung ins VfL-Tor. Ein super Auftakt für den FSV!

Die Osnabrücker rannten daraufhin noch wütender nach vorne. Nach zehn Minuten rauschte eine gefährliche Flanke an Freund und Feind vorbei ins Toraus. Die Osnabrücker spielten engagiert nach vorne, aber präsentierten sich oft zu unpräzise. In der 19. Minute folgte der zweite versuchte Torschuss des FSV. Ein lang geschlagener Ball wurde erneut von Sascha Mölders per Kopf verlängert, aber der Knaller von Mario Fillinger ging am Kasten vorbei. Eine Minute danach hatte Mölders selbst die Riesenchance, auf 2:0 zu erhöhen, doch freistehend scheiterte er am Osnabrücker Keeper Tino Berbig. Die darauffolgende Ecke versenkte Momar N’Diaye auch nur beinahe im gegnerischen Tor.

Nach einer halben Stunde handelte sich Samil Cinaz die zehnte Gelbe Karte ein und fehlt damit im Heimspiel des FSV gegen den MSV Duisburg. Dem „Sechser“ des FSV sprang in der 37. Minute eine Hereingabe, bei der Gledson bei der versuchten Klärung blockiert wurde, an den Oberarm. Schiedsrichter Christian Leicher gab den (bereits in einigen Situationen vom Publikum geforderten) Strafstoß. Sebastian Tyrala verwandelte den Elfmeter sicher flach ins linke Eck zum 1:1-Ausgleich. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte prüfte Mölders den VfL-Keeper noch einmal aus spitzem Winkel, blieb jedoch erfolglos.

Zu Beginn der zweiten Hälfte startete der Gastgeber erneut mit vollem Elan in Richtung FSV-Tor. Besonders Flamur Kastrati tat sich dabei hervor. Auch Benjamin Siegerts Kopfball segelte nur knapp an Langers Kasten vorbei. Nach einer Stunde kam für den angeschlagenen Momar N’Diaye Marc Gallego. Kurz zuvor ersetze bereits Stefan Hickl den gelb-rot-gefährdeten Samil Cinaz. Das Bild der zweiten Hälfte glich dem ersten Abschnitt: Osnabrück entfachte, von enthusiastischen Zuschauern nach vorne gepeitscht, enormen Druck, aber konnte den letzten Pass nicht anbringen.

In der 73. Minute kam Manuel Konrad für Sven Müller ins Spiel, das FSV-Wechselkontingent war erschöpft. Andreas Dahlen (bereits in der ersten Hälfte) und Sascha Mölders sahen die Gelbe Karte. Auf Osnabrücker Seite sahen Jan Mauersberger und Konstantin Engel den Verwarnungskarton. Ein echtes Kampfspiel in der osnatel-Arena, das viel Kraft kostete.

Dennis Schmidt stand eine Viertelstunde vor Schluss frei – allerdings in spitzem Winkel – vor Langer, aber er setzte den Ball ans Außennetz. Im Zuge der Schlussoffensive setzte Schmidt einen Kopfball über das Tor, Alexander Schnetzler platzierte einen Distanzschuss nicht genau genug und Kastrati semmelte als letzte Möglichkeit den Ball über das Tor. Alles Bemühen der Osnabrücker blieb wirkungslos, der FSV brachte den Ausgleich über die Zeit.

VfL Osnabrück - FSV Frankfurt 1:1 (1:1)

Tore: 0:1 Schlicke (5.), 1:1 Tyrala (38., Handelfmeter)

VfL Osnabrück: Berbig - Schnetzler, Stang, Mauersberger, Krük - Engel, Hansen (80. Adler) - Siegert, Tyrala, Pauli (76. Schmidt) - Kastrati

FSV Frankfurt: Langer - Christian Müller, Schlicke, Gledson, Dahlen - Heitmeier, Cinaz (55. Hickl) - Sven Müller (74. Manuel Konrad), Fillinger - N'Diaye (62. Gallego), Mölders

Schiedsrichter: Christian Leicher (Landshut)

Zuschauer: 13.200
Gelbe Karten: Mauersberger (3), Engel (5) - Dahlen (3), Cinaz (10), Mölders (4), Christian Müller (12)

Autor: Matthias Gast | 21.04.2011

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