3. Liga


FSV wehrt sich gut, aber nicht ganz gut genug

Augsburg steigt nach 2:1-Sieg über Frankfurt auf

Häufiges Duell: Michael Langer gegen Michael Thurk. Foto: Hübner

Der FSV Frankfurt hat am Muttertag beim FC Augsburg eine 1:2-Last-Minute-Niederlage hinnehmen müssen. Nach der frühen Führung durch einen Foulelfmeter von Jürgen Gjasula stürmten die Augsburger permanent in Richtung Frankfurter Tor, lange Zeit nicht so erfolgreich wie erwartet.


„Die Vorzeichen sind klar, Augsburg ist in der Favoritenrolle“, betonte FSV-Cheftrainer Hans-Jürgen Boysen vor dem Spiel. Der Übungsleiter brachte Marc Stein, Manuel Konrad und Mario Fillinger neu in die erste Elf. Doch die Partie begann mit einem unerwarteten Paukenschlag: In der zweiten Minute drang FSV-Toptorjäger Sascha Mölders in den Augsburger Strafraum ein und ging an Uwe Möhrle vorbei, der sich nur durch ein Foulspiel zu helfen wusste. Schiedsrichter Robert Kempter deutete sofort auf den Elfmeterpunkt. FSV-Spielmacher Jürgen Gjasula ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und schob den Ball flach links in die Ecke ein: 1:0 für den krassen Außenseiter FSV!

Doch Augsburg wollte an diesem Tag unbedingt den Aufstieg klarmachen und rannte auf das FSV-Tor an. In der 12. Minute vergab Michael Thurk, der besonders gerne gegen den FSV trifft (bereits fünf Mal), noch eine riesige Kopfballmöglichkeit. Eine Minute darauf traf der gebürtige Frankfurter jedoch von halblinker Position im Strafraum zum 1:1-Ausgleich. In der 18. Minute hätte Thurk sogar die Führung erzielen können, doch FSV-Keeper Michael Langer bekam seine Finger an den Schuss aus 18 Metern Torentfernung. Auch in der 28. Minute war es wieder der routinierte Torjäger mit Bundesligaerfahrung, der aus sechs Metern Distanz zum Kopfball kam und diesen neben das FSV-Gehäuse setzte.

Einen Freistoß aus rund 20 Metern von Marcel Ndjeng parierte Langer mit einer wunderschönen Flugeinlage. Kurz darauf musste der österreichische Schlussmann erneut seine ganze Körperlänge in die Waagschale werfen, als FSV-Schreck Thurk einen Schlenzer ins rechte „lange“ Eck ansetzte. Augsburg entfachte starken Druck, doch der FSV hielt (bis zu diesem Zeitpunkt) dagegen. Die Teams gingen mit einem Unentschieden in die Kabinen.

Nach der Pause kamen Samil Cinaz und Christian Müller für Manuel Konrad und Marc Stein in die Mannschaft. Der FCA blieb am Drücker und Thurk vergab weitere Chancen. Bei der ersten war dem Blondschopf gar nicht bewusst, wieso er am Ball war – und schon war das Spielgerät über das Tor gesegelt.

In der 64. Minute erarbeitete sich Sascha Mölders eine tolle Gelegenheit. Nach einem langen Ball von Christian Müller setzte sich der 15-Tore-Mann gegen zwei Gegenspieler durch aber blieb mit seinem Schuss an Torwart Simon Jentzsch hängen. Im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte kam der Aufstiegsaspirant nur noch zu wenigen Möglichkeiten. Nach einem Eckball und anschließenden Kopfball von Lukas Sinkiewicz rettete Andreas Dahlen auf der Torlinie (72.). Die Fans im Stadion wurden ruhiger, die Augsburger Spieler ungeduldiger.

Kurz vor Toreschluss klappte es doch noch mit dem Augsburger Siegtreffer und somit der Fahrkarte in die 1. Fußball-Bundesliga. Der 14. Und letzte Eckball der Fuggerstädter wurde per Kopf verlängert und von Stephan Hain über die Torlinie gedrückt. Das ganze Stadion stand, der Jubel kannte keine Grenzen. Der FSV wurde trotz couragierter Leistung am Ende nicht belohnt.

FC Augsburg - FSV Frankfurt 2:1 (1:1)

FC Augsburg: Jentzsch - Verhaegh, Möhrle, Sankoh, De Jong - Sinkiewicz (78. Hain), Callsen-Bracker - Ndjeng (70. Leitner), Bellinghausen - Thurk, Rafael (30. Oehrl)

FSV Frankfurt: Langer - Manuel Konrad (46. Christian Müller), Schlicke, Gledson, Dahlen - Heitmeier - Sven Müller, Stein (46. Cinaz) - Gjasula, Fillinger (69. Bouhaddouz) - Mölders

Tore: 0:1 Gjasula (3., Foulelfmeter), 1:1 Thurk (14.), 2:1 Hain (85.)

Schiedsrichter: Robert Kempter (Sauldorf)
Zuschauer: 30.660
Gelbe Karten: Möhrle (5) - Fillinger (4), Sven Müller (2),
Schlicke (9), Dahlen (5)

| 08.05.2011

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