3. Liga


Yun und Tosunoglu mit viel versprechenden Fortschritten

Bericht aus dem FSV-Lazarett

Tufan Tosunoglu ist wieder am Ball. Foto: Roskaritz

In der vergangenen Woche trafen sich alle Profikicker des FSV Frankfurt auf dem Hauptfeld des Frankfurter Volksbank Stadions – ein neues Mannschaftsfoto musste her. Auf dem bisherigen fehlten schließlich noch die nach verpflichteten Offensivkräfte Zafer Yelen und Viachaslau Hleb.

Bei dieser Gelegenheit konnten sich auch die verletzten Tufan Tosunoglu und Jutae Yun endlich mal wieder in ihrer Arbeitskleidung präsentieren, die sie sonst in letzter Zeit nur vom Zuschauen gewohnt sind. Der Südkoreaner Yun kam mit einer Krücke zum Fototermin. „Die Stütze ist aber nur eine Sicherheit für ihn, eigentlich braucht er sie nicht mehr“, kommentierte Physiotherapeut Thomas Stubner die Szene. Yun waren drei freie Gelenkkörper aus dem Knöchel entfernt worden. Bei der Arthroskopie wurde deutlich, dass die Operation unumgänglich war. „Einer der freien Körper hat permanent auf das Gelenk gedrückt, daher kamen die Schmerzen“, erklärt Stubner.

Vor knapp zwei Wochen wurden dem 21-Jährigen nun die Fäden gezogen. Seitdem hat er die ärztliche Freigabe, mit der Reha zu beginnen. Und das tut er auch. Stubner hat einen vierwöchigen Plan entworfen, in dessen Verlauf die Belastung stetig erhöht wird. Bei optimalem Verlauf folgen noch gut eine Woche Individualtraining, bevor Yun nach dann sechs Wochen wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren kann.

Davon ist Tosunoglu zwar noch weit entfernt, doch auch bei dem 23-jährigen Offensivmann gibt es positive Neuigkeiten. „Tufan ist in einem sehr guten Zustand“ freut sich Stubner. In einem vierwöchigen Reha-Programm soll Tosunoglu langsam wieder an den Platz heran geführt werden. Zwei bis drei Einheiten pro Woche stehen dabei auf dem Programm. Heute absolvierte er die erste – und strahlte danach mit der Sonne um die Wette. „90 Prozent aller Sportler, die Tufans Verletzung erleiden, werden danach Sportinvalide. Doch er zählt zu den anderen zehn Prozent“, ist sich Stubner sicher. Er will nun die Kraftdefizite des ehemaligen türkischen U21-Nationalspielers ausbessern und mit Koordinations- und Beweglichkeitsübungen das Kniegelenk stärken. Auch hier soll die Belastung systematisch steigen, mit dem Fernziel zum Wintertrainingslager wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen.

Autor: Max Sprick | 03.10.2011

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