3. Liga


Sensationelle Aufholjagd am Frankfurter Volksbank Stadion

FSV U19 dreht 2:6-Rückstand gegen Eintracht Frankfurt U19

Yuki Nakagawa war beim 6:6-Unentschieden gegen die Eintracht Frankfurt U19 einer der Torschützen. Foto: bild pressehaus

Das Stadtderby zwischen der FSV Frankfurt U19 und der Eintracht Frankfurt U19 endete nach einer spannenden und nervenaufreibenden Partie 6:6-Unentschieden. Dabei hat die FSV U19 in den letzten 15 Minuten einen 2:6-Rückstand aufholen können. Torschützen für die Nachwuchsmannschaft des Fußball-Zweitligisten waren Daniel Wolf, der zweimal traf, so wie Marcel Kaffenberger, Soheil Alipour-Rafi  und Yuki Nakagawa. Nach dem Punktgewinn belegt die Elf von FSV U19-Trainer Slobodan Komljenovic punktgleich mit der SpVgg Unterhaching den elften Tabellenplatz.

Den besseren Start ins Spiel erwischten zunächst die Gäste mit einem frühen Tor: Ein Pass erreichte Eintracht U19-Spieler Marco Müller, der frei vorm Tor von FSV U19-Keeper Philipp Wolf zum Abschluss kam und das 1:0 für die Riederwälder erzielte. In der 10. Minute konnten dann aber auch die Schwarz-Blauen jubeln: Über die linke Seite erkämpfte sich die FSV U19 den Ball, Yuki Nakagawa startete durch und bediente den mitlaufenden Daniel Wolf. Der zeigte einen tollen Sprint mit Ball und erzielte von halblinker Position aus spitzem Winkel das 1:1.

Die Gastgeber nahmen jetzt endgültig das Heft in die Hand und erspielten sich Torchance um Torchance. Neben den gefährlichen Standards von Marcel Kaffenberger gab es auch schön herausgespielte Szenen. Nach rund 20 Minuten ließ Emre Nefiz den Ball durch zu Wolf, der erneut schnell seinen Weg Richtung Eintracht-Tor machte und den Ball von links in die Mitte zu Pekesen flankte. Der legte ab auf Nakagawa, dessen Schuss aus kurzer Distanz von Keeper Schwäbe noch zur Ecke pariert werden konnte. Trotz der Überlegenheit der Schwarz-Blauen konnte knapp 20 Minuten nach dem Ausgleichstreffer wieder die Eintracht U19 jubeln: Luca Schnellbacher lupfte den Ball über den heraus eilenden FSV-Schlussmann Wolf, Gian-Luca Waldschmidt verlängerte den Ball sicher zum 2:1 ins gegnerische Tor.
Der FSV-Nachwuchs erarbeitete sich weiterhin gute Tormöglichkeit, es mangelte jedoch an der Chancenverwertung. Nicht so bei der Eintracht: Die Stadtrivalen nutzten eine Unachtsamkeit in der Defensive der Gastgeber zum 3:1, Torschütze war Alban Lekaj. Mit dem Zwei-Tore-Rückstand aus Sicht der FSV U19 ging es in die Kabine.

Die zweite Halbzeit lief gerade mal fünf Minuten, als sich die Elf von FSV U19-Trainer Slobodan Komljenovic für ihre tolle Leistung belohnen konnte. Marcel Kaffenberger versenkte einen Freistoß direkt zum 2:3-Anschlusstreffer in der linken Ecke von Schwäbes Tor. Auf der anderen Seite sah Ahmed Azaouagh nach einem Foul an Eintrachts Schnellbacher die Gelbe Karte, zudem gab Schiedsrichter Florian Neiber Freistoß für die Gäste. Der Gefoulte selbst brachte den Ball in den Strafraum, der in Patrick Barth einen Abnehmer fand. Per Kopf erhöhte der Mittelfeldspieler auf 4:2. Während die Hausherren spielbestimmend blieben, vor dem Tor jedoch nicht konsequent genug waren, konnte die Eintracht U19 knapp 20 Minuten vor Schluss die Führung auf 6:2 ausbauen. Allerdings musste sie die Partie ab der 70. Minute in Unterzahl bestreiten: Raffael Grigorian sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte und musste den Platz frühzeitig verlassen.

Die Komljenovic-Elf hatte die Hoffnung jedoch noch nicht aufgegeben, gegen zehn Eintracht-Spieler sollte noch die Sensation gelingen. In der 75. Minute landete der Ball bei Japaner Nakagawa, der bei seiner Mannschaft mit dem Anschlusstreffer zum 3:6 die Hoffnungen auf einen Punktgewinn verstärkte und ein regelrechtes Tor-Feuerwerk einleitete. Mit einer super Moral und einzigartigem Kampfgeist verkürzte Daniel Wolf nur zwei Minuten später den Rückstand auf 4:6. Die Schwarz-Blauen setzten die gegnerische Abwehr nun eines ums andere Mal massiv unter Druck. So fackelte der eingewechselte Niklas Zulciak  fünf Minuten vor Schluss nicht lange und brachte die FSV U19 mit seinem Treffer zum 5:6 ganz nah ran. Mit dem Schlusspfiff sorgte der ebenfalls eingewechselte Soheil Alipour-Rafi dann für die Entscheidung: In der letzten Minute rettete er seinem Team mit seinem Tor zum 6:6 das Remis und damit den Punktgewinn im Abstiegskampf.

Angesichts der starken Aufholjagd zeigte sich Komljenovic erfreut: „Dafür, dass die Mannschaft nach einem 2:6 eine solche Moral beweist und binnen 15 Minuten den Spielstand zum 6:6 dreht, muss man sie loben, das war sensationell. Die Jungs haben bis zur letzten Sekunde alles gegeben.“

Die Tatsache, dass seine Mannschaft auch sechs Gegentore hinnehmen musste, ist für den FSV U19-Coach aber trotz des Ergebnisses nicht zu vergessen: „Die sechs Tore, die wir gekriegt haben, haben wir der Eintracht auf dem Silbertablett serviert. Wir haben am Anfang sensationell nach vorne gespielt, aber unsere Chancen nicht genutzt. Im Spiel nach hinten waren wir katastrophal, das war nicht bundesliga-reif. Wir haben den Punkt noch geholt und nehmen ihn mit, aber im nächsten Spiel müssen auf jeden Fall drei Punkte her.“

FSV Frankfurt U19 – Eintracht Frankfurt U19 6:6 (1:3)

FSV Frankfurt U19: Philipp Wolf - Götz (34. Zampach), Schrod (46. Alipour), Demir (80. Zulciak), Kirchhoff - Nakagawa, Kaffenberger, Nefiz, Azaouagh (63. Sejdovic) - Pekesen, Daniel Wolf.

Tore: 0:1 Müller (5.), 1:1 Daniel Wolf (10.), 1:2 Waldschmidt (27.), 1:3 Schnellbacher (32.), 2:3 Kaffenberger (49.), 2:4 Barth (56.), 2:5 Waldschmidt (63.), 2:6 Fahrenholz (64.), 3:6 Nakagawa (75.), 4:6 Daniel Wolf (77.), 5:6 Zulciak (85.), 6:6 Alipour (90.).

Gelbe Karten: Kirchhoff, Azaouagh, Alipour, Sejdovic / Barth, Lekaj.

Gelb-Rote Karte: Grigorian (70. wiederholtes Foulspiel).

Zuschauer: 250.

Schiedsrichter: Florian Neiber (Günzburg).

Autor: Ann-Kathrin Hauck | 28.04.2013

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