3. Liga


Der Pfosten verhindert das „happy end“

FSV Frankfurt trennt sich 0:0-Unentschieden von RB Leipzig

Die letzte große Chance: Edmond Kapllani hält sich wegen Abseitsstellung zurück, der Ball fliegt am Tor vorbei. Foto: Hübner

Der FSV Frankfurt hat seine Zweitligapartie am vierten Spieltag der Saison 2014/15 gegen RasenballSport Leipzig mit 0:0 unentschieden gespielt. Nach einer Gelb-Roten Karte in der 42. Minute spielten die Gäste zu zehnt. Die Frankfurter waren zwar überlegen, aber konnten trotz zahlreicher Chancen kein Tor erzielen.

Im Vergleich zur erfolgreichen letzten Partie gegen den 1. FC Nürnberg veränderte FSV-Chefcoach Benno Möhlmann die Mannschaftsaufstellung lediglich auf einer Position. Für den verletzungsbedingt ausfallenden Denis Epstein rutschte der wiedergenesene Alexander Huber auf der Außenverteidiger-Position in die Startaufstellung.

Nach drei Minuten kamen die Frankfurter bereits erstmals gefährlich vor den Kasten der Gäste aus Leipzig. Vincenzo Grifo brachte eine Ecke von links scharf vor das Leipziger Tor und fand dort FSV-Abwehrspieler Hanno Balitsch. Doch dieser konnte nicht genügend Wucht hinter seinen Kopfball bringen.

Die Anfangsphase zeichnete sich durch intensives Pressing der jeweils verteidigenden Mannschaft aus. Dies führte auf beiden Seiten zu häufigen Ballverlusten. Dem FSV gelang es in der 17. Minute, wieder gefährlich vor das Tor der Gäste zu gelangen. Nach einer gelungenen Kombination brachte André Schembri mit einem Absatzkick Alexander Bittroff in aussichtsreiche Position und Leipzig konnte nur noch zum nächsten Frankfurter Eckball klären. Diesen brachte erneut Grifo gefährlich vor das Tor und Odise Roshi verfehlte nur knapp.

Nach 25 Minuten kam ein langer Ball von Balitsch bis zu Edmond Kapllani durch, der erkannte, dass der Leipziger Torhüter aus seinem Kasten eilte, aber zu spät zum Ball kam. Der albanische Torjäger brachte seine Fußspitze dazwischen und lupfte das Spielgerät über den Keeper in Richtung Tor, doch der Leipziger Verteidiger Tim Sebastian kam noch rechtzeitig vor der Linie an den Ball und drosch diesen ins Aus.

Drei Minuten vor der Halbzeit wurde es hitzig im Frankfurter Volksbank Stadion. Nach einem Zweikampf zwischen Balitsch und Clemens Fandrich sah der Frankfurter für sein überhartes Vorgehen die Gelbe Karte. Der kurz zuvor bereits verwarnte Fandrich beschwerte sich über das Einsteigen von Balitsch und geriet mit diesem aneinander. Der Schiedsrichter verwarnte ihn für diese Aktion erneut und schickte ihn folgerichtig mit Gelb-Rot vom Platz.

Die nun in Überzahl agierenden Frankfurter kamen in der 46. Minute zur nächsten Torchance. Über die linke Seite tankte sich Grifo durch und suchte eine Anspielstation. Als er diese nicht fand nahm er sich ein Herz und setzte sich mit einer gekonnten Körpertäuschung gegen die Leipziger Verteidiger Georg Teigl und Marvin Compper durch und zielte dann mit einem gefährlichen Aufsetzer auf das lange Eck. Keeper Bellot konnte den Ball nicht erreichen und hatte hier Glück, dass er knapp am Pfosten vorbei ins Aus flog.

Die Mannschaften kamen unverändert zur zweiten Halbzeit auf das Spielfeld und der FSV konnte seine Überzahl direkt nutzen, um sich die erste Torchance des zweiten Durchgangs zu erarbeiten. Manuel Konrad hatte das Spielfeld mit einem direkten Steilpass auf Roshi geöffnet und dieser legte die Kugel auf Huber ab. Dessen Flanke landete am zweiten Pfosten, wo Schembri per Kopfball den Ball in die Mitte ablegte und Kapllani nur um Zentimeter verpasste. Die Frankfurter ließen nicht nach und hatten gleich in der nächsten Minute die nächste Gelegenheit. Diesmal landete der Ball bei Grifo auf der linken Seite und dieser setzte sich im Duell mit Teigl durch, um dann den Ball gefühlvoll auf die lange Ecke des Leipziger Tores zu schlenzen. Hier konnte Schlussmann Bellot die Kugel allerdings abwehren. Die Frankfurter kamen weiterhin sehr druckvoll aus der Kabine und hatten sich in der Anfangsphase der zweiten Hälfte eine deutliche Feldüberlegenheit erarbeitet. In der 53. Minute kam Grifo an der Strafraumgrenze in zentraler Position zum Abschluss und verfehlte das Tor erneut nur um Haaresbreite.

In der 66. Spielminute nahm Möhlmann den ersten Wechsel vor. Für die Frankfurter Nummer 10, Schembri, kam mit Zafer Yelen die Nummer 37 in die Partie. In der 77. Minute setzte Yelen zunächst Grifo auf der linken Außenbahn toll ihn Szene, um nach dessen Hereingabe von der Grundlinie selbst zum Abschluss zu kommen. Aus kurzer Tordistanz grätschte Yelen im Duell mit einem Leipziger Verteidiger in die Hereingabe von Grifo und der Ball rollte anschließend erneut ausgesprochen knapp am Tor der Gäste vorbei. Zehn Minuten vor dem Spielende brachte Möhlmann mit Zlatko Dedic nochmals Offensiv-Power ins Spiel, für ihn verließ Marc Kruska das Feld. Der dritte Wechsel folgte in der 87. Minute, Mario Engels kam für Roshi in die Partie.
Der Leipziger Kasten war wie vernagelt. In der 90. Minute brachte Yelen einen letzten Freistoß aus dem Halbfeld in den Strafraum. Alexander Huber köpfte und Keeper Bellot war geschlagen, der Pfosten rettete für ihn. Huber kam erneut an den Ball und setzte die Kugel per Grätsche knapp am linken Torpfosten vorbei. Damit verpasste der Rechtsverteidiger das „happy end“ eines guten Spiels, dem nur der Ertrag fehlte.

FSV Frankfurt - RB Leipzig 0:0

Frankfurt: Klandt - Huber, Balitsch, Beugelsdijk, Bittroff - Konrad - Roshi (87.Engels), Kruska (80.Dedic), Grifo, Schembri (66.Yelen) – Kapllani.

Leipzig: Bellot - Teigl, Sebastian, Compper, Jung - Demme, Kimmich, Khedira - Fandrich - Morys (54.Heidinger), Frahn (67.Rebic/88.Kalmar).

Tore: Fehlanzeige
Gelbe Karten: Balitsch / Khedira
Gelb-Rote Karten: - / Fandrich (44./Leipzig)
Schiedsrichter: Jablonski (Bremen)

Zuschauer: 6.043

Autor: Max Dahmer | 29.08.2014

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