3. Liga


Dreimaliger Europapokal-Teilnehmer

FSV-Heimgegner Hallescher FC im Fokus

Die Hallenser wollen am Samstag die ersten Auswärtspunkte holen. Foto: Hübner

Am Samstag, den 11.03.2017, gastiert der Hallescher FC im Frankfurter Volksbank Stadion. Anstoß der Partie ist um 14:00 Uhr.

Seit 1949, als die Hallenser noch unter dem Namen ZSG Union an der Oberliga der damaligen DDR teilnahmen, haben sie in acht verschiedenen Ligen gespielt. Und das unter sechs verschiedenen Namen – die meiste Zeit als Hallescher FC Chemie. In die DDR-Zeit fielen die größten Erfolge: 1952 wurden sie als BSG Turbine Meister, 1956 und 1962 als Chemie Pokalsieger, noch vor Gründung der DDR war die ZSG Union „Ostzonenmeister“. Dreimal nahm der HFC am Europapokal teil: 1962 am Pokalsieger-Cup, 1970 und 1991 am Uefa Cup.

Der heutige HFC-Cheftrainer Rico Schmitt kennt sich am Main bereits bestens aus, da er schon von Februar 2013 bis März 2016 Kickers Offenbach trainierte. Zweitligaerfahrung konnte er zuvor in Aue sammeln (55 Spiele zwischen 2010 und 2012). Auch der erste Sportdirektor in der HFC-Geschichte ist in Hessen kein Unbekannter: Stefan Böger. Fans von Eintracht Frankfurt verbinden mit seinem Namen unangenehmste Erinnerungen, sein Tor am 16. Mai 1992 für Hansa Rostock zerstörte die Titelhoffnungen des Nachbarklubs.

Aktuell ist die Torausbeute das Manko der Hallenser, nur zwei Mannschaften haben weniger erzielt. Dafür steht die Abwehr um Torwart Fabian Bredlow umso besser, 19 Gegentore in 25 Spielen werden nur von Tabellenführer MSV Duisburg unterboten. Bredlow ist der beste Drittliga-Torhüter nach Kicker-Noten, der defensive Mittelfeldakteur Royal Dominique-Fennell der beste Feldspieler. So viel defensive Qualität führt dazu, dass Spiele des Halleschen FC in dieser Drittligasaison die torärmsten sind (1,72 im Schnitt). Benjamin Pintol, den Schmitt ebenso wie Martin Röser (und über Umwege Klaus Gjasula) aus Offenbach mitgebracht hat, ist mit sechs Treffern der beste HFC-Torschütze. Auch nach dem jüngsten 1:1 gegen Preußen Münster beklagte Schmitt: „Uns hat die letzte Durchschlagkraft gefehlt.“

Den Klassenerhalt haben sich die Hallenser auf die Fahnen geschrieben, aber aktuell fehlen nur drei Punkte zum Relegationsplatz. Was in der Mannschaft steckt, hat sie im Herbst im Pokal demonstriert, als sie den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern nach einem 4:3 in der Verlängerung eliminierte. Wenn es was mit dem Aufstieg werden soll, müsste Halle aber auch seine Auswärtsschwäche ablegen. Gegen den FSV Frankfurt könnte das Dutzend siegloser Auswärtsspiele in Serie voll werden.

Mehr über den Hallescher FC gibt es in der aktuellen FSVlife-Ausgabe zu lesen, die rund um das Heimspiel im Frankfurter Volksbank Stadion erhältlich ist. Wer nicht live vor Ort sein kann, für den übertragt der MDR das Spiel live ab 14:00 Uhr im Rahmen einer Konferenz.

Autor: Udo Muras | 10.03.2017

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