Am 27. Januar 1962, vor fast 50 Jahren trafen die beiden Mannschaften FSV Frankfurt und Eintracht Frankfurt letztmals in der Liga aufeinander. 4:0 gewann damals die Frankfurter Eintracht und am Sonntag, den 21.08.2011 leuchtete am Ende des Spiels das gleiche Ergebnis an der Anzeigetafel auf. 0:4 unterlag der FSV „zuhause“ vor der geschichtsträchtigen Rekordkulisse des FSV Frankfurt von 50.250 Zuschauern.
FSV-Cheftrainer Hans-Jürgen Boysen schickte die gleiche Elf wie in Ingolstadt auf den Rasen, die in der Anfangsviertelstunde den etatstarken Eintrachtlern ordentlich Paroli bot. Zwei Distanzschüsse von Samil Cinaz verlangten den gegnerischen Torhüter Oka Nikolov eine gehörige Portion Können ab. Doch in der 17. Minute wurde eine Flanke des SGE-Linksverteidigers Constant Djakpa abgefälscht und landete bei Jungstar Sebastian Rode, der diese Möglichkeit nicht verstreichen ließ und den Ball zur Eintracht-Führung im Tor versenkte. Gleich im Gegenzug bekam Babacar Guèye eine Riesenchance serviert, aber er brachte das Spielgerät aus spitzem Winkel nicht im gegnerischen Kasten unter. Nach einer halben Stunde rauschte der ehemalige Eintracht-Spieler Alexander Huber um Haaresbreite an der Freistoßflanke von Spezialist Zafer Yelen vorbei.
Dafür klingelte es auf der anderen Seite: Patric Klandt stibitzte Theofanis Gekas im Strafraum den Ball vom Fuß. Weil der Keeper den Stürmer bei dieser Aktion auch berührte, pfiff Schiedsrichter Dr. Jochen Drees Strafstoß. Gekas selbst schnappte sich die Kugel, die er mit Glück unter Klandt hindurch zum 2:0 ins Tor bugsierte. Bitter für den FSV, dass noch vor der Pause das 0:3 durch Benjamin Köhler - ein Schuss aus 18 Metern Torentfernung - fiel.
In der zweiten Hälfte beruhigte sich das Spiel etwas, Torchancen waren vorerst Mangelware. In einer gemeinsamen Aktion retteten Klandt und Nils Teixeira im eigenen Strafraum. Ein weiterer Distanzschuss von Cinaz flog knapp am Lattenkreuz vorbei. Wesentlich größer gestaltete sich jedoch die Torchance von Momar N’Diaye, der nach einer Hereingabe von Teixeira den Ball mit der Innenseite über das Eintracht-Gehäuse jagte. Auf der Gegenseite hätte auch Pirmin Schwegler mit seinem Knaller aus 15 Metern einen Torerfolg feiern können, Klandt war jedoch zur Stelle. Diese zweite Hälfte der zweiten Halbzeit verzeichnete einen deutlichen Chancenanstieg. Eine schöne Volleyabnahme von Zafer Yelen wurde abgeblockt, Rode brachte den Ball aus spitzem Winkel nicht an Klandt vorbei. N’Diaye kam sogar zu einer Doppelchance, doch bei Schlussmann Nikolov war Endstation. Den Schlusspunkt des Spiels bildete der vierte Eintracht-Treffer durch Köhler. Ein bitterer Tag für den FSV, jedoch in einem fantastisch süßen Rahmen.