Bundesliga


Der FSV beim FC St. Pauli: Spiel im Griff, aber Pfostenpech

1:2-Niederlage am Millerntor - Gaus-Anschlusstreffer genügt nicht

Auch Zafer Yelen traf nur den Pfosten. Foto: Hübner

Beim FC St. Pauli schickte FSV-Cheftrainer mit Karim Benyamina und Viachaslau Hleb zwei wieder genesene Spieler von Beginn an aufs Feld am Millerntor. Benyamina agierte in vorderster Front, Chrisantus spielte im linken Mittelfeld. Der Nigerianer war es auch, der nach wenigen Sekunden den Ball in den Fünfmeterraum legte und Zafer Yelen beinahe den Führungstreffer für den FSV markierte. Doch Pauli-Keeper Philipp Tschauner stand goldrichtig. Dafür klingelte es früh im Tor des FSV. Max Kruse brachte den Ball in Richtung Tor und traf Gledsons Bein. Von dort aus sprang der Ball in die Maschen – Riesenpech in zwei Situationen heißt in Zahlen 1:0 für den Gastgeber statt Führung für Schwarz-Blau.

Der FSV hielt wacker dagegen, doch die besseren Möglichkeiten verzeichnete der Hamburger Stadtteilverein. Sebastian Schachten, Max Kruse und Deniz Naki kamen in viel versprechender Position zum Schuss, konnte jedoch kein Kapital daraus schlagen. Nach zwanzig Minuten waren die Bornheimer ganz nahe am Ausgleich. Der Konter über Chrisantus landete nach hervorragendem Pass des U17-Weltmeisters bei Hleb, der das Spielgerät nicht so unter Kontrolle brachte, dass er zum Abschluss kommen konnte.

Der FSV präsentierte sich als spielstarkes Team, doch klare Torgelegenheiten kamen selten zustande. Nach einer halben Stunde schlug erneut der Gastgeber zu. Nach einem Doppelpass mit Sebastian Schachten leitete Kruse den Ball im Strafraum weiter auf Naki, der flach aus zehn Metern Torentfernung zum 2:0 einschob. Die Frankfurter ließen sich jedoch keineswegs entmutigen. Nach einer Eckballvariante und der Hereingabe von Hleb hätte es nur eines Fußes bedurft, der den Ball aus Nahdistanz über die Linie schiebt. Eine weitere Steigerung von Pech als die Schlussphase der ersten Hälfte kann es für den FSV kaum geben: Zuerst traf Benyamina mit einem Schuss von der Strafraumgrenze beide Innenpfosten, bevor der Ball wieder von der Torlinie wegsprang. Und in der folgenden Situation hämmerte Zafer Yelen das Runde an den wieder an den Pfosten.

In der zweiten Hälfte stellte Boysen auf die Variante mit zwei Sturmspitzen um. Benyamina und Chrisantus bildeten das Sturmduo. Eine Sechserposition wurde dafür aufgelöst, der gelb-verwarnte Samil Cinaz blieb in der Kabine, für ihn kam Alexander Huber ins Spiel. Die erste gute Chance im zweiten Abschnitt bekam Benyamina von Hleb an der Strafraumkante in zentraler Position serviert, doch sein Schuss flog über das Pauli-Gehäuse. Fortan hatte der FSV das Spiel klar in der Hand, das Manko war lediglich der fehlende entscheidende Pass.

Jetzt konterte der Favorit FC St. Pauli. Kruse konnte aber von seiner Gelegenheit frei vor Patric Klandt nicht profitieren. Der FSV-Keeper bewies einmal mehr seine Stärke in Eins-gegen-Eins-Situationen, auch den Nachschuss parierte er. Eine Viertelstunde vor Schluss kam Marc Gallego zu seinem Saison-Debüt im Profiteam. Der Lohn für seine hervorragenden Leistungen in der U23. Doch er konnte das Ruder auch nicht mehr herum reißen, aber zumindest konnte er per Kopf einen Ball auf der Linie klären.

In der Schlussphase wurde es noch spannend. Der FSV beendete seinen Torlos-Fluch am Millerntor: Marcel Gaus nahm die Flanke von Chrisantus volley und nagelte den Ball zum Anschlusstreffer ins Tor. Jetzt bekamen die Paulianer die große Flatter und zitterten vor den Angriffen der FSV’ler. Yelen zirkelte einen Freistoß noch wunderbar auf das Tor, doch Torhüter Tschauner flog in die Ecke und kratzte den Ball noch von der Linie. Alles Bemühen brachte nichts mehr ein, der FSV musste ohne Punkte nach Hause fahren.

FC St. Pauli - FSV Frankfurt 2:1 (2:0)

St. Pauli: Tschauner - Schachten (80. Funk), Morena, Gunesch, Kalla - Boll, Takyi (59. Daube) - Schindler (61. Bruns), Kruse, Bartels - Naki

Frankfurt: Klandt - Teixeira, Schlicke, Gledson, Gaus - Cinaz (46. Huber), Heitmeier (79. Stark) - Hleb, Yelen, Chrisantus - Benyamina (71. Gallego)

Tore: 1:0 Gledson (3./ET), 2:0 Naki (30.), 2:1 Gaus (76.)

Gelbe Karten: Schachten (3) - Cinaz (4), Yelen

Schiedsrichter: Osmers (Hannover)
Zuschauer: 24.487 (ausverkauft)

Autor: Matthias Gast | 23.10.2011

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