Bundesliga


Groß gewachsene Spieler und ein „Mini-Robben“

Unser nächster Gegner Fortuna Düsseldorf unter der Lupe

Maximilian Beister (li.) und Thomas Bröker in gewohnter Pose - beim Jubeln. Foto: Rhode/Storch

Fortuna Düsseldorf wurde im Jahr 1895 im Stadtteil Flingern gegründet. Größte Erfolge der Vereinsgeschichte waren der Gewinn der deutschen Meisterschaft im Jahr 1933 sowie das Erreichen des Europapokalfinales der Pokalsieger 1979. Dem Gegner FC Barcelona unterlagen die Düsseldorfer erst nach Verlängerung mit 3:4. Der Verein erlebte aber auch Tiefen und spielte in den Jahren 2002 bis 2004 in der zu der Zeit viertklassigen Oberliga. Seitdem geht es wieder bergauf mit der Fortuna, „die Flingeraner“ qualifizierten sich für die neu gegründete 3. Liga und kehrten 2009 in die 2. Liga zurück. In der ersten Zweitligaspielzeit landeten sie gleich auf Rang 4, in der letzten Saison konnten sie diese Leistung nicht bestätigen und belegten „nur“ den 7. Platz. Das genügt den Nordrhein-Westfalen nicht, sie wollen ins Oberhaus und die Zeichen stehen gut in dieser Saison.

Bei den Neueinkäufen hat die sportliche Führung besonderen Wert auf eine ausgeprägte Körpergröße gelegt. Mit den beiden Torhütern Robert Almer (von Austria Wien) und Markus Krauss (VfB Stuttgart II) sowie Karim Aouadhi (Club Africain Tunis) Tugrui Erat, Jeron Hazimeh (eigene Jugend) und Juanan (Real Madrid II) kamen sechs Spieler, die locker über 1,90 Meter aufweisen können. Dazu kamen mit Adriano Grimaldi (1. FC Mainz 05), Jules Schwadorf (Jugend Bayer Leverkusen) und Robbie Kruse (Melbourne Victory) drei torgefährliche und wendige Offensivspieler.

Das Team zeigt Kompaktheit und kann durchgehend auf einem hohen Niveau agieren. Die Mannschaft ist genauso eingespielt wie das sportliche Führungsteam. Cheftrainer Norbert Meier und Manager Wolf Werner arbeiten seit dreieinhalb Jahren erfolgreich zusammen. Mit dem sensationellen 3:1-Erfolg beim FC St. Pauli und dem 2:0-Heimerfolg über Hansa Rostock arbeitete sich die Fortuna mit insgesamt acht Siegen und vier Unentschieden auf der Tabelle nach vorne, steht punktgleich mit Eintracht Frankfurt in den Aufstiegsrängen und teilt noch eine Gemeinsamkeit mit den Adlerträgern, denn das sind die einzigen Clubs in den ersten drei Ligen des deutschen Profifußballs, die in dieser Saison noch kein Spiel verloren haben.
So verwundert es nicht, dass das Fußball-Fachblatt „kicker sportmagazin“ gleich fünf Fortunen unter den zwölf besten Feldspielern der Liga aufzählt. Davon rangieren mit Thomas Bröker, Assani Lukimya und Sascha Rösler gleich drei Akteure unter den ersten fünf. Besonders auffällig ist auch der 21-jährige Maximilian Beister, der von „Ziehvater“ Norbert Meier über Kurzeinsätze in der Jokerrolle behutsam aufgebaut wurde und in dieser Spielzeit mit bereits fünf Toren und acht Torvorbereitungen auf sich aufmerksam gemacht hat. Profitiert hat er dabei vor allem von einer Entscheidung Meiers, den Offensivspieler ins rechte Mittelfeld zu beordern.

Das blieb auch U21-Nationaltrainer Rainer Adrion nicht verborgen, seit dem letzten Jahr ist Beister bereits fester Bestandteil dieser Auswahlmannschaft. Mit seinen großen Stärken Schnelligkeit und Ballsicherheit sprintet er gerne in Arjen-Robben-Manier auf den Außen los, um dann nach innen zu ziehen und den Abschluss zu suchen, weshalb er sich auch den Spitznamen „Mini-Robben“ verdient hat. Darüber freut sich auch besonders der Hamburger SV, denn von dort ist Beister bis Saisonende ausgeliehen.

| 28.10.2011

  Drucken


Newsletter Anmeldung






Nach dem Klick auf die Schaltfläche "eintragen" gelangst Du zu unserem An- und Abmelde-System. Hier erhältst Du weitere Informationen.




Sponsoren des FSV Frankfurt
© FSV Frankfurt 1899 Fußball GmbH    |ImpressumKontaktDatenschutz