FSV-Geschäftsführer Sport Uwe Stöver: „Das ist ein schwierig zu bewertendes Spiel. Wenn man mit einer grandiosen Leistung 3:0 führt und nach dem 3:1 aufgrund einer - nach meiner Meinung - Fehlentscheidung in Schwierigkeiten gerät, hat dann das Spiel in Unterzahl zu bestreiten gegen einen sich aufbäumenden Gegner, muss man letztendlich aufgrund der Torchancen in der zweiten Halbzeit eines sich aufbäumenden Gegners zufrieden sein. Es war ein Punkt der Moral, weil die Mannschaft bis zum Schlusspfiff aufopferungsvoll und leidenschaftlich um den Punkt gekämpft hat.“
FSV-Cheftrainer Benno Möhlmann: „Nach dem 3:0 sind wir die Dinge in Offensive und Defensive etwas nachlässiger angegangen. So haben wir St. Pauli geholfen, wieder ins Spiel zu finden. So haben wir nach einer 3:0-Führung zur Halbzeit nur noch 3:2 geführt und einen Mann weniger gehabt. Dann war es ein anderes Spiel. Das wollten wir aus einer sehr kompakten Defensive gestalten und das ein oder andere nach vorne an Gefährlichkeit bringen. Das war auch schon wieder überholt, als ich noch nicht mal auf der Bank saß. Das ist auch eine Facette dieses Spiels, das auch für mich nicht alltäglich war. Es gab dann eine Phase, in der wir gekämpft haben, aber St. Pauli dominiert hat und genügend Chancen hatte, um das Spiel zu gewinnen, so dass es dann für uns im Endeffekt glücklich war, das Spiel mit einem Punkt zu beenden.“
FSV-Mittelfeldspieler Michael Görlitz: „Durch eine Standardsituation kriegen wir unglücklich das 3:1, direkt nach Anpfiff der zweiten Halbzeit fällt dann der Ausgleich. Auch wenn die Elfer-Entscheidung fraglich war, müssen wir das so hinnehmen, ändern kann man es sowieso nicht mehr. Aber man merkt, dass wir ein richtiges Team geworden sind und uns jeden Tag steigern. Der Trainer, die Auswechselspieler, alle sind heiß, das motiviert einen auf dem Platz noch mehr. Hoffen wir, dass der Aufschwung weitergeht, dann schaffen wir auch das Ziel Klassenerhalt.“
FSV-Kapitän Samil Cinaz: „Direkt nach dem Abpfiff ist es schwer zu beurteilen, ob man lachen oder traurig sein soll. Immerhin haben wir einen Punkt gewonnen und sind weiterhin ungeschlagen. Wir müssen weitermachen und diesen Positivtrend fortsetzen. Mit einem Mann weniger war es schwer, gegen eine Mannschaft wie St. Pauli zu bestehen. Aber wir sind als Team viel selbstbewusster geworden und stabilisieren uns von Spiel zu Spiel. Wenn wir so weitermachen, dann können wir den Klassenerhalt schaffen.“