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Bundesliga


Unser Gegner FC Hansa Rostock

Der Verein, das Stadion und die Sehenswürdigkeiten im Fokus

Der FC Hansa Rostock hat sich an die Nicht-Abstiegsplätze herangekämpft. Foto: Roskaritz

Das ist Hansa Rostock:

Der FC Hansa Rostock, ehemals Empor Rostock, spielte die meiste Zeit in der DDR-Oberliga. Nach fünf zweiten Plätzen zwischen 1955 und 1964 wurde der Ostseeclub zur „Fahrstuhlmannschaft“ und spielte in der DDR-Oberliga bestenfalls im Mittelfeld mit. In der letzten Saison, bevor die ostdeutschen Vereine in die westdeutschen Ligen integriert wurden, holte der FC Hansa zum ersten Mal die Meisterschaft. Auch im Pokal gelang den Hanseaten der erste Titelgewinn mit einem 1:0 über den Eisenhüttenstädter FC. Durch die Erfolge bekamen die Rostocker einen Startplatz für die Bundesliga in der Saison 1991/92, aus der sie aber direkt abstiegen. 1995 kehrte die Mannschaft ins Oberhaus zurück, spielte zehn Jahre in Folge in der höchsten deutschen Spielklasse und konnte zweimal den sechsten Platz belegen. Somit ist Hansa Rostock die bislang erfolgreichste Mannschaft der ehemaligen DDR im wiedervereinigten Deutschland. 2004/05 stieg Hansa allerdings wieder ab und spielte mit einem Jahr Ausnahme in der 2. Bundesliga, aus welcher die Mannschaft 2009/10 in die 3. Liga abstieg. Letzte Saison erreichte das Team jedoch den direkten Wiederaufstieg und spielt seit dieser Spielzeit erneut zweitklassig.

Die laufende Saison begann sehr schleppend für Hansa Rostock: Erst am 11. Spieltag gelang dem Team beim 2:0 gegen TSV 1860 München der erste Sieg. Bis zum 27. Spieltag kam nur ein weiterer Sieg dazu (4:2 gegen MSV Duisburg). Die letzten drei Spiele drehte der Ostseeclub jedoch auf: 1:0 bei 1860 München, 2:1 gegen Fortuna Düsseldorf und 1:0 in Cottbus. Der Rückstand zum „rettenden Ufer“ beträgt nur noch vier Punkte. Das Hinspiel beim FSV Frankfurt endete 0:0. Die Schwarz-Blauen waren zwar leicht überlegen, konnten aber ihre Chancen nicht verwerten. Zudem hatte Gäste-Torwart Kevin Müller einen sehr guten Tag erwischt und vereitelte die Möglichkeiten des FSV auf einen dreifachen Punktgewinn.


DKB-Arena:

Die DKB-Arena wurde ab dem Jahr 2000 innerhalb von 16 Monaten schrittweise neu errichtet. Das alte Ostseestadion, das vorher an dieser Stelle stand, war 1954 gebaut worden. Nach der Gründung der DDR war es das Ziel in Rostock eine Fußballmannschaft zu etablieren, die in den oberen Ligen mitspielen kann. Für den erwarteten Zuschauerzuspruch wollte die Stadt gewappnet sein. Wegen mangelnder Geldmittel, rief das Nationale Aufbauwerk die Rostocker Bevölkerung dazu auf, in Form von Spenden und freiwilliger Arbeit das Projekt zu bewältigen. Tausende Menschen beteiligten sich am Aufbau und so konnten letztlich knapp eine Million DDR-Mark eingespart werden.

Als 2000 das Stadion komplett überholt wurde, blieben von der alten Spielstätte lediglich die Flutlichter und eine LCD-Anzeigetafel erhalten. Die Kosten für den gesamten Um- und Neubau betrugen nach offiziellen Angaben 55 Millionen D-Mark. Das Stadion ist seit Anbeginn die Spielstätte des FC Hansa Rostock. Es fanden auch einige Länderspiele darin statt, zuletzt 2006 als Deutschland Georgien mit 2:0 besiegte.

Eintrittskarten für die DKB-Arena kosten für Stehplätze im Gäste-Fan-Block 11 Euro (ermäßigt 8 Euro).


Das gibt’s in Rostock zu sehen:

Die Hansestadt Rostock zieht sich knapp 20 Kilometer am Fluss Warnow bis zur Ostsee entlang. Bei entsprechenden Temperaturen ist ein Spaziergang am Strand eine willkommene Abwechslung im Vergleich zu anderen Auswärtsfahrten.

Ein Museum der besonderen Art ist die Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Stasi in Rostock. Es ist einer der am besten erhaltenen Gebäude des Ministeriums für Staatssicherheit und dokumentiert die damaligen Geschehnisse. Für Besucher ist das Museum ganzjährig zugänglich.

Ebenfalls interessant ist das Heimatmuseum Warnemünde. Das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum befindet sich selbst auf einem Schiff und behandelt Themen, wie Schiffbau in der DDR, Betriebsabläufe einer Werft und zeigt den Besuchern die Geschichte des Seefunkwesens und der Navigation.

Die Rostocker Altstadt sollte bei einer Reise in die größte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns definitiv nicht fehlen. Viele der Häuser sind aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs. Das sogenannte Kuhtor ist das älteste Gebäude Rostocks. Im Jahr 1262 wurde der frühgotische Torturm erstmals urkundlich erwähnt. Mit der Zeit verlor er an Bedeutung, lediglich das Vieh wurde durch das Tor gebracht, woher auch der entsprechende Name sich herleitet.

Autor: Clemens Weingärtner | 11.04.2012

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