Der FSV Frankfurt hat die Saison 2012/2013 in der 2. Fußball-Bundesliga gegen die SG Dynamo Dresden mit einem 1:1 (0:0) beendet. Der FSV steht damit auf Rang 13 der Tabelle.
FSV-Cheftrainer Benno Möhlmann musste zum Saisonausklang verletzungsbedingt auf Samil Cinaz (Knochenödem), Björn Schlicke (Reizung am Wadenbeinköpfchen), Zafer Yelen (Sprunggelenkentzündung) sowie die Langzeitverletzen Tufan Tosunoglu, Mario Fillinger und Chadli Amri verzichten. Daher schickte der Übungsleiter fast die gleiche Elf wie in Paderborn aufs Feld. Einzige Ausnahme: Karim Benyamina erhielt – zum ersten Mal unter der Regie von Benno Möhlmann - seine Chance von Beginn an, Jutae Yun nahm vorerst auf der Bank Platz.
Die erste Torannäherung verzeichneten die Gäste aus Dresden. Mickael Pote köpfte nach einer Flanke von Filip Trojan jedoch ungefährlich am Tor vorbei. Auf der anderen Seite wurden Rufe nach einem Strafstoß laut, nachdem sich Michael Görlitz auf der rechten Seite durchsetzte und Karim Benyamina im Strafraum anspielen wollte. Dieser Versuch wurde resolut unterbunden, Benyamina fiel, aber die Schiedsrichterpfeife blieb stumm.
Wesentlich größer war die Torchance von FSV-Goalgetter Ilian Micanski, der von halblinks in den Strafraum eindrang, aber nicht sofort abschloss, sondern noch seinen Gegenspieler umkurvte. Seine Hereingabe fand jedoch nicht den Weg zu einem Mitspieler. In der 12. Minute hätte ebenfalls der bulgarische Torjäger durch eine Berührung des Freistoßes von Nils Teixeira den Führungstreffer markieren können. Doch der Ball rauschte am zweiten Pfosten vorbei.
Nach einer Viertelstunde feuerte Görlitz einen Schuss aus 20 Metern mit links ab. Dresdens Schlussmann Benjamin Kirsten, der Sprößling des ehemaligen Nationalelftorjägers Ulf Kirsten, konnte nur abklatschen, doch kein Abstauber stand bereit, um die FSV-Fans jubeln zu lassen. Die spendeten wenigstens anerkennenden Applaus, nachdem sich Gaus, Benyamina und Micanski durch die Dresdner Abwehrreihe kombinierten - leider erneut erfolglos.
Auch FSV-Keeper Patric Klandt blieb nicht beschäftigungslos, kratzte einen verlängerten Freistoß aus dem Torwinkel. Nach einem Schuss von Zlatko Dedic konnte Klandt sich noch deutlicher auszeichnen, auch hier rettete der Torhüter in klasse Manier. Kurz vor der Pause war es erneut Micanski, dessen Möglichkeit viel versprechend erschien, aber er konnte den Ball nicht vor dem heranstürmenden Torhüter unter Kontrolle bringen.
Marcel Gaus sorgte für den ersten Aufschrei im zweiten Abschnitt, sein Schuss aus ungünstigem Winkel war zu scharf für eine Flanke, aber zu harmlos für einen Torschuss. Auf der Gegenseite zeigte Dedic, wie es geht: "Aus gefühlten 50 Metern", wie der Dresdner Radioreporter bemerkte, löffelte er das Spielgerät zur Gäste-Führung ins Frankfurter Tor.
Für den Höhepunkt der zweiten Hälfte sorgte FSV-Torhüter Klandt, als der den angreifenden Stürmer Dedic per Hackentrick aussteigen ließ. Klandt stand auch wenige Minuten danach im Mittelpunkt: Pote stürmte auf ihn zu, der Torhüter konnte ihn erfolgreich abdrängen. Der nächste Paukenschlag war der doppelte Doppelpass zwischen Görlitz und Micanski. Die Lauterer Leihgabe veredelte die Aktion aus rund zehn Metern zum 1:1-Ausgleich. Sein Abschiedsgeschenk vor der Rückkehr zum 1. FC Kaiserslautern. Einem weiteren Dynamo-Tor wurde die Anerkennung verwehrt, weil Patric Klandt dabei unfair angegangen wurde. So ging das Spiel schiedlich friedlich mit 1:1 zu Ende, nur die feldstürmenden Chaoten in Dynamo-Kluft wollten sich nicht an dem angenehmen Fußballnachmittag beteiligen.
FSV Frankfurt – Dynamo Dresden 1:1 (0:0)
FSV Frankfurt: Klandt – Huber, Konrad, Gledson, Teixeira (78. Chrisantus) – Stark (84. Gordon), Heitmeier – Görlitz, Gaus – Micanski, Benyamina (57. Yun)
Dynamo Dresden: Kirsten – Schnetzler (86. Leistner), Jungwirth, Stoll, Schuppan – Koch (86. Pfeffer), Solga, Fiel (86. Solga), Papadopoulos, Trojan – Pote, Dedic
Tore: 0:1 Dedic (58.), 1:1 Micanski (73.)
Gelbe Karten: Teixeira, Benyamina – Schnetzler, Dedic, Pfeffer
Schiedsrichter: Fischer (Hemer)
Zuschauer: 8.071