Nach dem 3:1-Auswärtssieg bei Alemannia Aachen konnte der FSV den Rückenwind zuhause gegen den FC Energie Cottbus nicht nutzen. In einem farblosen Spiel hatten die Lausitzer mit einer Aktion in der Schlussphase das bessere Ende für sich. Der erste Torschuss auf Seiten des FSV gelang Samil Cinaz erst kurz vor dem Halbzeitpfiff. Man merkte im zweiten Abschnitt, dass die Mannschaft mit guten Vorsätzen aus der Kabine kam und durch Torabschlüsse versuchte, Gefahr herauf zu beschwören. Doch Torgelegenheiten ergaben sich eher auf der Gegenseite. Als Retter auf der eigenen Torlinie erwies sich Gledson, der den Schuss des jungen Energie-Talents Leonardo Bittencourt gerade noch stoppen konnte und somit einen Rückstand verhinderte. Auch Marc Heitmeier konnte zwanzig Minuten vor Schluss für den geschlagenen Patric Klandt den Ball vor den Cottbuser Offensivkräften am eigenen Tor vorbeispitzeln. Gledson hatte sogar die Möglichkeit, per Kopf den FSV in Front zu bringen, doch sein Versuch ging am gegnerischen Kasten vorbei. Am Ende des Spiels war die Niedergeschlagenheit wieder groß im heimischen Frankfurter Volksbank Stadion. Denn fünf Minuten vor Ultimo schlug Dimitar Rangelov eine Flanke auf den freistehenden Rok Kronaveter, der keine Mühe hatte, den Kopfball zur 1:0-Führung in den FSV-Kasten zu platzieren.
Mit diesem Negativerlebnis im Gepäck ging die FSV-Reise ans Hamburger Millerntorstadion, zur Partie gegen den hohen Favoriten FC St. Pauli. Aber der FSV präsentierte sich als spielstarkes Team und verzeichnete sehr gute Torgelegenheiten. Doch nach einer Top-Gelegenheit, bei der Zafer Yelen nur um Zentimeter zu spät kam, klingelte es früh im Tor des FSV. Max Kruse brachte den Ball in Richtung Tor und traf Gledsons Bein. Von dort aus sprang der Ball in die Maschen – Riesenpech in zwei Situationen heißt in Zahlen 1:0 für den Gastgeber statt Führung für Schwarz-Blau. Charakteristisch für das Spiel waren diese Aktionen: Zuerst traf Karim Benyamina mit einem Schuss von der Strafraumgrenze beide Innenpfosten, bevor der Ball wieder von der Torlinie wegsprang. Und in der folgenden Situation hämmerte Zafer Yelen das Runde an den wieder an den Pfosten.
Stattdessen fiel das 2:0 auf der Gegenseite. In der Schlussphase wurde es trotzdem noch spannend. Der FSV beendete seinen Torlos-Fluch am Millerntor: Marcel Gaus nahm die Flanke von Macauley Chrisantus volley und nagelte den Ball zum Anschlusstreffer ins Tor. Jetzt zitterten die Hausherren, doch der FSV konnte trotz einiger Chancen nicht mehr ausgleichen.
Es folgten zwei Heimspiele im Frankfurter Volksbank Stadion, den Anfang macht das Aufeinandertreffen mit den in überschäumender Spiellaune auftretenden Düsseldorfern. Zu Beginn zeigte der FSV einmal mehr, dass er sich gegen jeden Gegner in dieser Liga behaupten kann. Zafer Yelen zirkelte bereits in der Anfangsphase einen Freistoß zur Bornheimer Führung ins Tor. Der Tabellenführer antwortete stark – und mit Glück: Eine Bogenlampe von Sascha Rösler fand den Weg zum Ausgleich in die Maschen. Aber die Schwarz-Blauen ließen sich davon nicht schocken. Im Gegenteil, jetzt wurde die Bornheimer Kombinationsmaschinerie erst richtig angeworfen und Macauley Chrisantus meldete sich wieder zu Wort. Gegenspieler Lukimya rutschte aus und machte für den Frankfurter die Bahn frei. Der Nigerianer lief noch zwei Schritte und schoss die Kugel wie selbstverständlich ins lange Eck. Nach zwanzig Minuten und bis zur Halbzeitpause lag der FSV wieder vorne. Ein nicht gegebener Elfmeter und ein anschließend gepfiffener Strafstoß für die Fortuna brachte die Wende, Rösler, Dum und zweimal Beister ließen den FSV am Ende älter aussehen, als er eigentlich war, 2:5 stand auf der Anzeigetafel.
Gegen Hansa Rostock fiel kein Tor im Frankfurter Volksbank Stadion, trotz intensivster Bemühungen der Hausherren. Freistöße und Eckbälle erntete der FSV zuhauf, nach 35 Minuten lautete das Eckballverhältnis bereits 8:0 zu Gunsten der Bornheimer, Schütze Zafer Yelen hatte einiges zu tun. Eine Top-Möglichkeit kreierten Yelen und Nils Teixeira mit einem Doppelpass, Yelen wurde von "Teix" per Hacke eingesetzt, doch der Schuss des Spielmachers konnte vom Hansa-Torsteher zur Ecke abgewehrt werden. Die größte Chance der ersten Hälfte leitete Macauley Chrisantus mit einem tollen Heber-Pass auf Benyamina ein. Doch der algerische Nationalspieler scheiterte nach Ballannahme mit der Brust sehr unglücklich an der Ferse des gegnerischen Torstehers. Auch die Norddeutschen verzeichneten Torgelegenheiten, doch nach dem Schlusspfiff stand auf beiden Seiten die Null.
Eine Herkulesaufgabe wartete in der Trolli-Arena zu Fürth auf die Mannen von Cheftrainer Hans-Jürgen Boysen. Doch die Schwarz-Blauen ließen sich von der gegnerischen Favoritenstellung nicht beeindrucken und hielten stark gegen die Fürther Spielbemühungen. Besonders als Sturmspitze Karim Benyamina den Ball im Fallen aus sechs Metern in Richtung Tor bugsierte hätte ein FSV-Treffer fallen können, doch der Kleeblatt-Keeper Max Grün war zur Stelle. Vor dem Pausenpfiff fiel dann doch noch der Führungstreffer für den Aufstiegskandidaten. Stephan Schröck traf nach einem Flankenlauf von Sercan Sararer per Dropkick zum 1:0 für die Gastgeber.
Nach wenigen Sekunden im zweiten Abschnitt drehte Christopher Nöthe eine Pirouette um Björn Schlicke, dessen Griff an die Schulter des Angreifers mit einem Elfmeterpfiff bestraft wurde. Bernd Nehrig ließ sich diese Möglichkeit nicht entgehen und schickte Klandt in die falsche Ecke. Eine kalte 2:0-Dusche direkt nach Wiederbeginn. Noch eisiger wurde das Duschwasser, als Gledson nach rustikalem Einsteigen die Rote Karte sah. Kurz darauf machte Edgar Prib mit seinem Schlenzer zum 3:0 alles klar. Top-Torjäger Occean setzte noch einen drauf und Klandt verhinderte darüber hinaus noch Schlimmeres.