
Nach der Vorbereitung mit den Profis des FSV stand Marcel Kaffenberger am Wochenende wieder für die U19 auf dem Platz. Foto: Roskaritz
Die U19 des FSV Frankfurt konnte ihr erstes Saisonspiel in der A-Junioren-Bundesliga für sich entscheiden. Die Mannschaft von Trainer Slobodan Komljenovic bezwang die SpVgg Unterhaching mit 3:2. Die Tore für die Bornheimer erzielten Neuzugang Sinan Pekesen und Emre Nefiz.
Der Aufsteiger aus Bornheim zeigte gleich im ersten Spiel, warum es in der letzten Saison so souverän mit dem Aufstieg geklappt hatte. Nachdem den Schwarz-Blauen in den ersten paar Minuten eine gewisse Anfangsnervosität anzumerken war, konnte man für die erste Überraschung sorgen. Nach nur zwei Minuten Spielzeit nutzte Benjamin Kirchhoff einen Fehler in der Unterhachinger Innenverteidigung und passte den Ball durch zu FSV-Neuzugang Sinan Pekesen. Der fackelte nicht lange und netzte den Ball zur 1:0-Führung für die Bornheimer ein. Die Spielvereinigung, die bereits ihre zweite Saison in der A-Junioren-Bundesliga spielt, zeigte sich überrascht über die starke Leistung der Komljenovic-Elf. Diese bestimmten trotz des kurz darauf folgenden Ausgleiches fortan das Spielgeschehen und brachten die Gastgeber in arge Bedrängnis. „Wir wollten uns viele Torchancen erarbeiten und den Gegner unter Druck setzen, das ist uns gelungen“, urteilte Komljenovic über die Leistung seiner Mannschaft. Der große Kampfgeist wurde sogar noch vor dem Halbzeitpfiff belohnt: Emre Nefiz, der eine Woche zuvor gegen den SV Sandhausen sein Debüt in der Profimannschaft feierte, brachte den FSV mit seinem Treffer erneut in Führung. Vor der Pause waren bereits Chancen da, die Führung noch mehr auszubauen, was dem FSV-Nachwuchs jedoch nicht gelang. Deshalb blieb es nach der ersten Halbzeit bei einem Stand von 2:1 für die Gäste aus Bornheim.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit knüpften die Schwarz-Blauen direkt wieder an die Leistung der ersten Hälfte an. „Wir waren genauso konzentriert wie zu Beginn der Partie. Das einzige Manko ist, dass wir unsere Chancen wieder nicht voll ausgenutzt haben“, sagte Komljenovic nach der Partie. Dabei lief es zunächst ganz gut für den FSV: Nachdem rund eine Stunde gespielt worden war, war es erneut Pekesen, der das 3:1 für die Bornheimer erzielte. Die liegen gelassenen Torchancen, die Komljenovic bemängelt hatte, wären beinahe noch bestraft worden: Knapp zehn Minuten vor Schluss gelang dem Gastgeber der Anschlusstreffer und es entwickelte sich nochmal eine spannende Partie. Die jungen FSV’ler bewiesen jedoch erneut ihre Stärke und den Siegeswillen, und sicherten durch gute Defensivarbeit den ersten Dreier der Saison.
„Die Unterhachinger haben uns sicherlich unterschätzt, das hat man auch an der Spielweise gemerkt. Sie sind nervös geworden und haben oft über den Schiedsrichter gemeckert. Aber die Mannschaft hat auch so insgesamt eine tolle Leistung gezeigt, für das erste Spiel bin ich sehr zufrieden“, sagte der U19-Trainer. Der Erfolg seiner Mannschaft war auch für ihn eine kleine Überraschung. „Wir spielen die erste Saison in dieser Liga, da wussten wir vorher natürlich nicht, wo wir stehen. Aber wir haben überraschend gut gespielt und ich denke, Unterhaching zählt zu den fünf bis sechs Mannschaften in der Liga, denen wir durchaus auf Augenhöhe begegnen können“, zog Komljenovic nach der Partie sein Fazit. „Die Neuzugänge haben sich gut eingespielt, das Doppelpack ist für Sinan Pekesen natürlich ein sensationeller Einstand. Auch Marcel Kaffenberger, Emre Nefiz und Ahmed Azaouagh haben gespielt, als hätten sie nie gefehlt“, äußerte sich der U19-Coach über seine Mannschaft. Kaffenberger, Nefiz und Azaouagh haben die Vorbereitung mit dem Profikader des FSV absolviert und sind erst danach in das Training der U19 eingestiegen.
SpVgg Unterhaching – FSV Frankfurt 2:3 (1:2)
FSV Frankfurt U19: P. Wolf – Demir (61. Topcu), Kirchhoff, Alipour – Azaouagh (77. Rieger), Nefiz, Pejic, Kaffenberger – Zampach (53. D. Wolf), Pekesen, Zulcian (68. Schrod).
Tore: 1:0 Pekesen (2.), 1:1 (9.), 2:1 Nefiz (31.), 3:1 Pekesen (61.), 3:2 (79.)
Gelbe Karten: Demir, Kaffenberger
Schiedsrichter: Tobias Ebe (Friedrichshafen)