3. Liga


Vision des Nachwuchsleistungszentrums

Übergangsbereich / Toptalente aus U17 - U19
Mittelfristig wollen wir mit allen Mannschaften aus dem Leistungs- und Aufbaubereich in den jeweils höchsten Ligen vertreten sein, insbesondere in der U19, U17 und U15. Dafür benötigen wir eine  funktionierende - weil eingespielte und gewachsene -  und fußballerisch geschulte Mannschaft, an deren Spitze unsere jeweils jahrgangsbesten Spieler stehen. Unsere TopTalente müssen die Mannschaft führen und animieren; sie stehen zunächst im Fokus unserer Ausbildung und sollen sukzessive Einsätze in höheren Altersklassen bzw. bei den Profis erhalten. Durch unsere tägliche Arbeit (sportlich wie menschlich) und eine vielversprechende Perspektive müssen wir versuchen, sie längerfristig an den Verein zu binden. Nichtsdestotrotz kann uns die angestrebte Etablierung in den höchsten Ligen nur gelingen, wenn unsere TopTalente das nötige Bewusstsein für die sie umgebende Gruppe und die Mannschaft entwickeln. Das individuelle Ziel eines Spielers muss im Einklang mit der Vereinsphilosophie stehen. Also: Unter der Voraussetzung einer stärkeren individuellen Förderung wollen wir sowohl den einzelnen Spieler verbessern wie auch die Mannschaft in Gänze.

Rolle der U23-Mannschaft
Seit dem Beschluss der DFL im März 2014 besteht nicht mehr die Pflicht für die Lizenzvereine, eine U23 Mannschaft zwingend führen zu müssen. Der FSV Frankfurt macht von diesem Optionsrecht zur Abmeldung der U23-Mannschaft Gebrauch und meldet zur Saison 2014/15 keine Amateurmannschaft mehr zum Spielbetrieb an. Nach mehreren eingehenden Gesprächen und Abwägung aller Interessen haben sich die Geschäftsführung und die Verantwortlichen des Nachwuchsleistungszentrums des FSV Frankfurt unter Einbeziehung des Präsidiums zu diesem Schritt entschlossen. Der Hauptgrund für diese Entscheidung war und ist die weitestgehend fehlende Durchlässigkeit der U23 als Sprungbrett zur Profimannschaft.
Seit dem Wiederaufstieg in die zweite Bundesliga 2008 ist es nur einem Spieler gelungen, von der U23 in den Profikader aufzurücken. Viele weitere Akteure wie Aziz Bouhaddouz, Stefan Hickl oder die aktuell im Profikader befindlichen Nachwuchsspieler kamen direkt aus der U19 zu den Profis.
Eine U23 in der Hessenliga entwickelt nicht die Qualität, um deren Spieler dem Zweitligakader zuführen zu können. Eine Mannschaft in der Regionalliga ist für den FSV Frankfurt nur unter gehörigen Anstrengungen zu finanzieren und wäre der Ligakonkurrenz dennoch monetär weit unterlegen.
Die durch die Abmeldung eingesparten finanziellen Mittel sollen daher künftig gezielter für die Mannschaften der U19 bis U10 einsetzen. Ziel dadurch ist, mit sämtlichen Jugendmannschaften in den höchstmöglichen Ligen antreten zu können, die sportliche Ausbildung zu optimieren und in allen weiteren Bereichen nachhaltige und individuell zugeschnittene Unterstützung anbieten zu können.

Heranführung eigener Talente und Integration in die Lizenzspielermannschaft
Durch ein gutes Scouting im Grundlagen- und Aufbaubereich möchten wir frühzeitig die Talente zum FSV Frankfurt holen. Aufgrund der durchgängigen Spiel- und Trainingsphilosophie im Nachwuchsleistungszentrum und einer geringen Fluktuation ab der Altersklasse U15 sollen die Spieler individuell, nachhaltig und zielgerichtet entwickelt werden, damit sie schon frühzeitig an die Anforderungen des Profifußballs herangeführt werden.

Als Ersatz für die nicht mehr vorhandene U23-Mannschaft wurde zu Beginn der Saison 2015/16 ein Förderteam bestehend aus TopTalenten im Übergangsbereich / TTÜB) ins Leben gerufen. Verantwortlich für das Team ist der Leiter Sport NLZ gemeinsam mit dem Co-Trainer der Lizenzspielermannschaft. Als Unterstützung im Trainerteam fungieren der TW-Trainer im LB, der Individualtrainer im LB uns der der Athletiktrainer. Das Training findet ein Mal wöchentlich statt. Gleichzeitig werden Testspiele gegen leistungsstarke Seniorenmannschaften ausgetragen.Die Zusammensetzung des Förderteams wird unter aktuellen Leistungsaspekten sowie unter Berücksichtigung einer positiven Entwicklungsperspektive zusammengestellt. So sind neben den LocalPlayern zunächst Spieler mit Förderverträgen im Team. Zudem die TopTalente aus U119, U17 und U16.Bei Bedarf können - nach Abstimmung im Sportlichen Beratungsgremium - Spieler aus dem TTÜB in den Trainingsbetrieb des Lizenzspielerkaders integriert werden.

Schulische und berufliche Ausbildung
Viele Jugendspieler träumen von einer Karriere als Profifußballer, doch der Weg bis dahin ist lang. Deshalb sollen unsere Jugendspieler den schulischen und beruflichen Angelegenheiten einen hohen Stellenwert geben; sie müssen wissen, dass beides Priorität genießt. Unsere Botschaft lautet:
•    Die sportliche Karriere ist nur mit einer verlässlichen Einbindung und Planung der schulischen und beruflichen Situation möglich.
•    Die Schule hat Vorrang – im Zweifel stehen schulische Angelegenheiten vor sportlichen Aktivitäten.
Die Zusammenarbeit mit einer Eliteschule des Fußballs sowie weiteren (berufsbildenden) Schulen in Frankfurt ist für die Vereinbarkeit von schulischen und sportlichen Belangen hilfreich und notwendig.

Zusammenarbeit mit regionalen Vereinen
Viele Vereine in Frankfurt und Umgebung leisten hervorragende Jugendarbeit; im gesamten Rhein-Main-Gebiet gibt es viele Talente zu entdecken und zu fördern. In vielen Fällen fangen Kinder mit dem Fußballtraining im Verein in den G- und F-Junioren an, häufig erfolgt der Eintritt auch erst im D- und C-Junioren-Bereich.
In unserem Nachwuchsleistungszentrum beginnen wir mit dem Trainings- und Spielbetrieb ab den U10-Junioren; für die jedes Jahr neu zusammenzustellende Mannschaft sind wir auf die Arbeit und Kooperation von in erster Linie Frankfurter Vereinen angewiesen, in denen die Kinder den Einstieg in das Fußball-Spielen finden und allgemeine sportmotorische Fähigkeiten erlangen.
Und auch in höheren Altersstufen entwickeln sich die Talente bei „Amateurvereinen“ weiter. Ein Vereinswechsel in unser Nachwuchsleistungszentrum ist dann die Möglichkeit, eine weitere, leistungsorientierte Entwicklung von talentierten Jugendspielern zu erzielen. Im Gegenzug wechseln ebenso Talente zu ihren Stammvereinen zurück.
Die Zusammenarbeit mit Vereinen aus der Region ist deshalb für uns eine wichtige Aufgabe. Von einem engen, kommunikativen Austausch von Erfahrungen und Know-how, auf sportpraktischer wie auch theoretischer Ebene, können alle Partner profitieren. Wir wollen Initiator und Moderator für den gegenseitigen Austausch sein und dies in Form von Netzwerk-Partnerschaften nachhaltig umsetzen.

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