FSV Zuschauerzahlen & Identidät mit dem Stadtteil

FSV Zuschauerzahlen & Identidät mit dem Stadtteil

Beitragvon de bernemerbub » Mittwoch 6. Oktober 2010, 18:25

im FR-Blog eine interessante Diskussion bzgl Zuschauerzahlen und Identität (Ffm vs. Bornheim)


http://www.bornheimer-hang.de/?p=562#more-562
de bernemerbub
 
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Aw: FSV Zuschauerzahlen & Identidät mit dem Stadtteil

Beitragvon Brillo Helmstein » Mittwoch 6. Oktober 2010, 22:15

Der Königsweg liegt wie immer mittendrin! Natürlich ist der FSV Frankfurt in Bornheim gegründet worden und spielt dort seit 1899. Diese Wurzeln sollten wir nicht vergessen, uns aber bitte keine – und das wurde im Blogg auch schon gesagt – Bunkermentalität zulegen. Auch wenn in Bornheim sowie in den angrenzenden Stadtteilen Nordend-Ost, Ostend, Seckbach, Bergen-Enkheim und Riederwald insgesamt rund 106.000 Leute leben, so reicht dieses Zuschauerpotenzial alleine nicht, um das finanzielle Überleben in der 2. Bundesliga dauerhaft zu sichern. Da müssen wir unser Einzugsgebiet auf ganz Frankfurt und das Umland ausdehnen.

Mit Marketingaktionen kann der Verein aus fußballinteressierten Frankfurtern in einem ersten Schritt FSV-Besucher machen. Im zweiten Schritt müssen die sportliche Leistung und das Umfeld stimmen, damit die FSV-Besucher in absehbarer Zeit zu zahlenden Kunden werden. Zu Stammkunden werden diese Besucher aber nur, wenn sie sich mit dem Verein wirklich identifizieren. Werbefritzen protzen oft damit, dass sie keine Produkte verkaufen, sondern „Lebensgefühl“. Und das ist für mich die entscheidende Frage: Wofür stehen die „Schwarz Blauen Farben“ eigentlich? Wie es im Blogg ebenfalls schon geschrieben wurde, müssen wir unseren Markenkern definieren.

Daher definiere ich den Begriff „die Bernemer“ nicht als geografische Herkunftsbezeichnung, sondern als eine Bezeichnung für ein Stück „Lebensgefühl“. John F. Kennedy hatte damals den berühmten Satz gesprochen „Ich bin ein Berliner“. Er hatte nicht seine geographische Herkunft gemeint, sondern das Lebensgefühl der Freiheit, das er mit den Berlinern teilte. Wofür könnte der Satz „Ich bin ein Bernemer“ stehen?

Jedes größere Unternehmen, das heute etwas auf sich hält, hat sich von Kommunikationsberatern eine Broschüre zum Unternehmensleitbild aufschwätzen lassen. Ich wünschte mir manchmal, dass wir z.B. einen Comic-Zeichner in unseren Reihen hätten, der ein solches Unternehmensleitbild in witziger Art und Weise einem breiteren Publikum herüberbringen könnte.

Ich persönlich bin ein bekennender "Bernemer": Weil wir kein mit Geld gespickter Retortenclub sind und es trotzdem jetzt schon im 3. Jahr geschafft haben, uns mit einem Mini-Etat im Kreis der Geldsäcke festzusetzen. Weil wir zwar nie ganz oben waren und in unserer Vereinsgeschichte schon so manche Nackenschläge einstecken mussten, aber immer wieder aufgestanden sind. Weil unser Publikum keine Eventgänger sind, immer am Meckern, aber trotzdem irgendwie lustig und vor allen Dingen gewaltfrei. Weil man in unserem Stadion noch gehört wird, wenn man als Einziger im Sitzblock singt "Steht auf für den FSV....................." :laugh:
Abgerechnet wird nach dem 34. Spieltag!
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Beitragvon dasgrosseM » Mittwoch 6. Oktober 2010, 23:19

Hallo liebe Freunde des gepflegten Heimsieges,

lasst mich bitte auf meinen ersten Beitrag zum alten Forum zurückkommen, den ich vor knapp einem Jahr schrieb: (ich glaube, es war am 19. Oktober 2009 und es sah übel aus)

"Guten Tag,
So konnte es ja nicht weiter gehen.

Jetzt drücke ich die Daumen und das hat bisher immer geholfen.

2010 Klassenerhalt
2011 gesichertes Mittelfeld
2012 Kampf um Platz Drei

2009 14000 Forenbeiträge voll gemacht.

Grüße an alle, die ihr Herz an die Davids vergeben haben."


Damals hat man mir noch gelegentlichen Drogenkonsum :blink: unterstellt, und nun seht Euch bitte das Ergebnis an: Spieltag 7, 12 Punkte, und gesichertes Mittelfeld - gut, es ist noch nicht 2011, aber das kommt auch schneller, als manch einem lieb sein kann.

Wenn es jetzt um die Zuschauerzahlen geht, und das ist wirklich manchmal traurig, den FSV in den Statistiken immer ganz unten zu sehen, dann wage ich wieder eine Prognose, nämlich die, dass es langsam aber stetig aufwärts geht.

2010/2011 Schnitt 4500, 2011/2012 Schnitt 6000.
Zugegeben, das ist immer noch wenig für den Kampf um Platz 3 in der zweiten Liga, aber ich kann ja nicht absichtlich falsch tippen ...

Weiter hoffe ich natürlich, dass der Komfort für die Stehplatzbesucher auf Dauer besser (Dach), dass das Platzangebot den Forderungen der DFL angepasst und somit der Hang attraktiver wird, das würde mich meine Prognose noch nach oben korrigieren lassen.

Dann mal Gruß dasgrosseM
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Beitragvon Holzkoehlchen » Mittwoch 6. Oktober 2010, 23:27

Wer heute bei der U23 war hat gessen was geht bei FSV... ish sag euch wir sind wer....
......nur der FSV........
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Beitragvon Hermann1947 » Donnerstag 7. Oktober 2010, 09:58

Hallo Brillo, guter Beitrag, stimme ich zu, ich bin auch bekennender Bernemer.
Wenn einer mal nicht weiß wo Bernem ist und er ein Fußballfan ist, dann sage ich nur "Bornheimer Hang", denn der ist in ganz Deutschland bekannt, von Nord nach Süd und von Ost nach West, dann wissen die meisten um was es geht.
Mein Geburtshaus steht in Bernem!!!
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Beitragvon de bernemerbub » Donnerstag 7. Oktober 2010, 12:06

Brillo Helmstein schrieb:
Der Königsweg liegt wie immer mittendrin! Natürlich ist der FSV Frankfurt in Bornheim gegründet worden und spielt dort seit 1899. Diese Wurzeln sollten wir nicht vergessen, uns aber bitte keine – und das wurde im Blogg auch schon gesagt – Bunkermentalität zulegen. Auch wenn in Bornheim sowie in den angrenzenden Stadtteilen Nordend-Ost, Ostend, Seckbach, Bergen-Enkheim und Riederwald insgesamt rund 106.000 Leute leben, so reicht dieses Zuschauerpotenzial alleine nicht, um das finanzielle Überleben in der 2. Bundesliga dauerhaft zu sichern. Da müssen wir unser Einzugsgebiet auf ganz Frankfurt und das Umland ausdehnen.

Mit Marketingaktionen kann der Verein aus fußballinteressierten Frankfurtern in einem ersten Schritt FSV-Besucher machen. Im zweiten Schritt müssen die sportliche Leistung und das Umfeld stimmen, damit die FSV-Besucher in absehbarer Zeit zu zahlenden Kunden werden. Zu Stammkunden werden diese Besucher aber nur, wenn sie sich mit dem Verein wirklich identifizieren. Werbefritzen protzen oft damit, dass sie keine Produkte verkaufen, sondern „Lebensgefühl“. Und das ist für mich die entscheidende Frage: Wofür stehen die „Schwarz Blauen Farben“ eigentlich? Wie es im Blogg ebenfalls schon geschrieben wurde, müssen wir unseren Markenkern definieren.

Daher definiere ich den Begriff „die Bernemer“ nicht als geografische Herkunftsbezeichnung, sondern als eine Bezeichnung für ein Stück „Lebensgefühl“. John F. Kennedy hatte damals den berühmten Satz gesprochen „Ich bin ein Berliner“. Er hatte nicht seine geographische Herkunft gemeint, sondern das Lebensgefühl der Freiheit, das er mit den Berlinern teilte. Wofür könnte der Satz „Ich bin ein Bernemer“ stehen?

Jedes größere Unternehmen, das heute etwas auf sich hält, hat sich von Kommunikationsberatern eine Broschüre zum Unternehmensleitbild aufschwätzen lassen. Ich wünschte mir manchmal, dass wir z.B. einen Comic-Zeichner in unseren Reihen hätten, der ein solches Unternehmensleitbild in witziger Art und Weise einem breiteren Publikum herüberbringen könnte.

Ich persönlich bin ein bekennender "Bernemer": Weil wir kein mit Geld gespickter Retortenclub sind und es trotzdem jetzt schon im 3. Jahr geschafft haben, uns mit einem Mini-Etat im Kreis der Geldsäcke festzusetzen. Weil wir zwar nie ganz oben waren und in unserer Vereinsgeschichte schon so manche Nackenschläge einstecken mussten, aber immer wieder aufgestanden sind. Weil unser Publikum keine Eventgänger sind, immer am Meckern, aber trotzdem irgendwie lustig und vor allen Dingen gewaltfrei. Weil man in unserem Stadion noch gehört wird, wenn man als Einziger im Sitzblock singt "Steht auf für den FSV....................." :laugh:



sehr guter Beitrag, Brillo
natürlich muß der FSV auch über die Stadtteilgrenzen hinaus versuchen, neue Fans und Sponsoren zu generieren. Hier würde mich interessieren, wie der FSV das konkret anstellt?
Diese Frage resultiert aus der Tatsache, keinerlei Bemühungen im Umkreis von 5 km um den Bornheimer Hang zu sehen oder zu hören. Wenn nicht einmal diejenigen gewonnen werden, die 10 min zum Hang wohnen, wie sollen da erst Leute gewonnen werden, die aus 30 40 50 km anreisen. Versteht mich bitte nicht falsch. Klar wir haben unsere Zuschauerzahl von 350-500 auf 3000 angehoben, das ist aller Ehren wert und eine tolle Entwicklung des Vereins. NUR: Warum wird nicht versucht, parallel zu den "überregionalen" Aktivitäten, ebenso in den anliegenden Stadtteilen des Bornheimer Hangs,auf lokaler Ebene tätig zu werden und Präsenz zu zeigen?

Ich bin ein Bernemer, weil, um es mit einem Comic zu vergleichen, saustark finde, wie ein kleines gallisches (lustiges) Dorf als etatschwächtes Mitglied sich in der 2. BL hält und etablierte Ex-Bundesligisten wegputzt :) :fsv1:
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Beitragvon Brillo Helmstein » Freitag 8. Oktober 2010, 23:33

@ de bernemerbub
Das "Kernland" ist nicht alles, aber ohne das "Kernland" wären wir heimatlos. Genau dort sollten wir daher anfangen!

Ich fand übrigens die Aktionen in den Kitas und Schulen in den letzten Jahren absolut zielführend!

Hier die Situationsbeschreibung: 2 unserer Jungs, die die Kiddies sonst nur im Fernsehen sehen, stehen auf einmal vor ihnen. Danach geht es für "unsere Jungs" darum, mit einfachen Worten den Kiddies herüberzubringen, was es heißt, dass wir die "Bernemer" genannt werden! Und am Ende lässt unser Verein zwei Freikarten springen: Die Erste für den Sohn oder die Tochter und die Zweite für die Mama oder den Papa! Und weit nach dem gemeinsamen und kostenlosen Besuch des ersten Spiels - das weiß ich als zahlender Kunde glücklicherweise aus eigener Erfahrung - heißt es: "Papa, wann gehen wir mal wieder zum FSV!" B)

Graswurzelarbeit im Kernland ist Pflicht! Auch wenn uns das Kernland in Oberligazeiten weitgehend links liegen gelassen hat......
Abgerechnet wird nach dem 34. Spieltag!
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Beitragvon Hermann1947 » Samstag 9. Oktober 2010, 11:19

Brillo, vergiß die alten Zeiten. Aber Deine Einschätzung finde ich richtig, man muß halt alles versuchen, besonders die Jungen müssen an den Hang wollen.
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Beitragvon de bernemerbub » Montag 11. Oktober 2010, 14:10

neben dem FR-Blog wurde heute ein weiterer fsv-blog zu diesem Thema eröffnet
ich bin gespannt auf den Fanabend am Donnerstag in der Eulenburg, da wird dieses Thema bestimmt ebenfalls aufgegriffen und diskutiert

http://fsv-forum.de/forum/index.php?pag ... eadID=2560
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Aw: FSV Zuschauerzahlen/ Fanbasis: Nur wenig Zuspruch

Beitragvon black n blue » Donnerstag 14. Oktober 2010, 13:07

Der FSV Frankfurt startet besser denn je in seine dritte Saison in der zweiten Fußball-Bundesliga. Doch der Zweitligist beklagt den mit Abstand geringsten Zuschauerschnitt im Lizenzfußball ? doch dafür gibt es auch gute Gründe. von Frank Hellmann

[url=http://]http://www.fr-online.de/sport/fsv-frankfurt/nur-wenig-zuspruch/-/1473448/4738346/-/view/asFirstTeaser/-/index.html[/url]
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Beitragvon FalkenMarc » Donnerstag 14. Oktober 2010, 14:15

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Aw: FSV Zuschauerzahlen/ Fanbasis: Nur wenig Zuspruch

Beitragvon blocka » Dienstag 19. Oktober 2010, 20:57

Hier ein Artikel von hr-online.de. Bernd Reisig sieht das sehr realistisch. Die neue Fangeneration steckt noch in den Kinderschuhen. Wenn man genau hinhört kann man aus dem Block A auch die Anfeuerungsrufe der Kiddies hören. Ich gehe auch mit zwei Neunjährigen zu den meisten Spielen und hoffe auf einen langen Atem beim FSV. Nur weiter so.

"Unsere Fans wachsen erst heran"
Für das DFB-Pokalspiel gegen Bundesligist Schalke 04 wird das Frankfurter Volksbank Stadion erstmals ausverkauft sein. Ansonsten ist der Zuschauerandrang beim Zweitligisten FSV Frankfurt bescheiden - doch Manager Bernd Reisig ist nicht bange.


Dem FSV Frankfurt kann man eines nicht absprechen: Die Vereinsverantwortlichen rund um Manager Bernd Reisig tun alles, um in Bornheim und darüber hinaus im Rhein-Main-Gebiet neue Anhänger zu finden. Seien es pfiffige Werbeplakate, der Verkauf von Vogelhäuschen mit FSV-Logo, die öffentlichkeitswirksame Aufzeichnung der neuen Vereinshymne oder die Kooperation mit einer vereinsstarken Turngemeinde: FSV-Macher Reisig lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen, um den Zweitligisten ins Gespräch zu bringen. "Wir sind das Stadtgespräch", ist sich Reisig sicher...

Ganzer Artikel: hr-online.de
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Aw: FSV Zuschauerzahlen/ Fanbasis: Nur wenig Zuspruch

Beitragvon rob_st » Mittwoch 20. Oktober 2010, 13:04

blocka schrieb:
[...] immer wieder etwas Neues einfallen, um den Zweitligisten ins Gespräch zu bringen.[...]

Jup, und der Spieler mit der Nummer 9 hilft da auch regelmässig ganz gut mit.
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Aw: FSV Zuschauerzahlen/ Fanbasis: Nur wenig Zuspruch

Beitragvon SK_Kru » Mittwoch 20. Oktober 2010, 13:31

Die Kiddies im A Block sind diejenigen, die in 5 Jahren im N Block stehen werden. ganz wichtig also!
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Aw: FSV Zuschauerzahlen & Identidät mit dem Stadtteil

Beitragvon MMLuis » Donnerstag 21. Oktober 2010, 09:15

Schade, das mit den geringen Zuschauerzahlen, weil der FSV gut spielt. Aber das wird schon. Ich fahr' jedes Mal 160 km einfach zum Heimspiel und hab's noch nie bereut . :)
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