Wachsam sein gegen rechte Entwicklungen

Wachsam sein gegen rechte Entwicklungen

Beitragvon Fritz Freyeisen » Samstag 16. November 2013, 19:47

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Re: Wachsam sein gegen rechte Entwicklungen

Beitragvon Juiced18 » Donnerstag 21. November 2013, 14:02

Fritz Freyeisen hat geschrieben:http://www.fr-online.de/sport/1472784,1472784.html


Kannst du den Link bitte nochmal prüfen!? Der führt irgendwie nur zur Sport-Startseite der fr.
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Re: Wachsam sein gegen rechte Entwicklungen

Beitragvon Fritz Freyeisen » Donnerstag 21. November 2013, 14:37

KOLUMNE:
Was soll man gegen rechte Hooligans tun?
Von Jörg Thadeusz
Rassisten in Fan-Kutte, Nazis in der Kurve: Die Aufregung um
sogenannte Fußballnazis ist groß. Manche Medien sollten sich
nun zurücknehmen. Jetzt sind die Fußballfans gefragt. Eine
Kolumne.
Cool bleiben. Nicht gleich ausrasten. Das gilt vor allem für die
Medienkollegen. Die sogenannten Dokumentationen sehe ich schon
vor mir. Über Deutschlands härteste Fußballnazis. Wir lernen zwei
Wichtigtuer aus der völkischen Schlägergemeinschaft kennen.
Groß im Bild: Ihre hässlichen Tätowierungen, ihre widerlichen
Grimassen, wenn sie drohen und schreien. Dann – gleich nach der Werbung: Warum Deutschlands härteste
Fußballnazis endlich mal einen tothauen wollen.
Die große Fußballwelt, die plötzlich nur noch eine
ungewaschene Achselhöhle ist, wenn wir erst einmal
die Rassisten in Fan-Kutte kennengelernt haben. Viele Fernsehmacher finden so was sexy. Wer glaubt, das sei
übertrieben, der möge sich an die unzähligen Beiträge über Motorradrocker erinnern. Sendeminute um
Sendeminute bekamen degenerierte Backpfeifengesichter in Leder geschenkt, um über ihren bizarren
Ehrenkodex Auskunft zu geben.
Die Reportage einer 31-jährigen Edelfeder, die sich ganz tief in den jungen Dortmunder Rechtsradikalen Torben
X. einfühlt, möchte ich auch nicht lesen. Während die fabelhaft formulierende Reporterin den nächsten
Journalistenpreis fest im Blick behält, schreibt sie uns auf, warum der Torben gar nicht anders konnte. Papa
abgehauen, Mama säuft, Riesenarbeitslosigkeit in einer dunkelgrauen Stadt, also muss der Torben zwangsläufig
im Stadion irgendwas mit „Kanaken“ brüllen.
Ich stamme aus einer Gegend in Dortmund, wo nachmittags niemand von Mutti zum Hockey gefahren wird. Was
aber nicht bedeutet, dass dort automatisch jeder zum gewalttätigen Asi heranwächst.
Wer Nazi sein möchte, hat sich dazu ganz persönlich entschieden. Jeder Einzelne, der über 18 ist und in ein
Stadion geht, um dort wen auch immer zu diskriminieren, Feuer anzustecken und andere Menschen zu
misshandeln, hat das entschieden.
Solange wir nicht manche Personen allein deswegen präventiv
entmündigen, weil sie auf unangenehme Weise einen an der Waffel
haben, ist jeder für seine Taten verantwortlich. Deswegen bitte nicht noch mehr Prominenz für diese Leute.
Sondern kein Verständnis, keine Toleranz, nur harte Strafe.
Aber vor allem sind wir gefragt. Wir Fußballfreunde. Wir sind eine so große Mehrheit gegen diese randalierende
Minderheit. Dortmunder Freunde haben schon vor Monaten in einem offenen Brief zum Ausdruck gebracht, wie
Jörg Thadeusz
Frankfurter Rundschau - Was soll man gegen rechte Hooligans tun? Seite 1 von 2
http://www.fr-online.de/meinung/kolumne ... an-gegen... 16.11.2013
sehr sie Gesänge wie der von der „Straßenbahn nach Auschwitz“ anwidern. Wer nicht weiß, wie er sich gegen
das Pack bewähren könnte, sollte sich an diejenigen erinnern, die schon seit Jahren den Rechtsextremismus
bekämpfen.
Beispielsweise die Frauen und Männer, die für „Gesicht zeigen. Aktion weltoffenes Deutschland“ arbeiten. Ein
vor allem ewig unterfinanziertes Unterfangen. Denn Rechtsradikalismus finden viele ganz schlimm. Aber nicht
schlimm genug, um dagegen Geld zu geben. So mancher Torben wird aber nach einer „Gesicht
zeigen“-Veranstaltung an seiner Schule erstmals geahnt haben, dass der rechte Arm nicht nur zum deutschen
Gruß taugt.
Zu den Gesängen für meinen Club gehört die Textzeile, dass der Verein unser ganzer Stolz ist. Was wäre es für
ein Zeichen, wenn einmal eine ganze Kurve etwas ganz Ähnliches für einen Verein wie „Gesicht zeigen“ singen
würde.
Jörg Thadeusz ist RBB-Moderator.
Artikel URL: http://www.fr-online.de/meinung/kolumne ... liganstun-,
1472602,25046974.html
Copyright © 2013 Frankfurter Rundschau
Frankfurter Rundschau - Was soll man gegen rechte Hooligans tun? Seite 2 von 2
http://www.fr-online.de/meinung/kolumne ... an-gegen... 16.11.2013
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Re: Wachsam sein gegen rechte Entwicklungen

Beitragvon Juiced18 » Montag 2. Dezember 2013, 13:46

Danke nochmal für den Text.
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Re: Wachsam sein gegen rechte Entwicklungen

Beitragvon Juiced18 » Montag 2. Dezember 2013, 13:51

Sehr guter Text! Muss man definitiv im Auge behalten! Im Regelfall dürfte das aber nur ein kleiner Bruchteil sein, wichtig aber dass es in Zukunft auch nur ein kleiner Bruchteil bleibt.
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