FSV Zuschauerzahlen & Identidät mit dem Stadtteil

Aw: FSV Zuschauerzahlen & Identidät mit dem Stadtteil

Beitragvon ADLERMANIA89 » Donnerstag 16. Dezember 2010, 20:05

geschitypi schrieb:
Bornheim ist Kult! Für wen, Adlermannia? Genau da liegt nämlich das Problem. Frag einen Freiburger nach Bornheim. Entweder kann er nichts mit diesem Ort anfangen oder er könnte antworten: Ach ja, die Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen. St.Pauli kannte man dagegen schon fast bundesweit bevor der gleichnamige Verein erstmals 1978 in die Erste aufgestiegen ist. Dieser Stadtteil hat eben einen ganz besonderen Ruf, der überregional wirkt und seinem Verein entsprechend gegenüber den HSV geholfen hat. Genau das fehlt uns! Wir benötigen eine zündende Idee, wo sich fußballbegeisterte auch außerhalb von Bornheim zahlenmäßig stark mit unserer Mannschaft identifizieren. Für wen oder was St.Pauli steht, brauche hier wohl keinem erläutern. Können wir dies aber in einer Stadt wie Frankfurt übertragen, ohne gleich als billige Kopie zu wirken? Für was könnte Bornheim stehen und auch überregional als Synonym für etwas ganz Bestimmtes stehen? Wie gesagt, das ist derzeit unser Riesenproblem. Wir sind uns wohl einig: Spitzenspiel St.Pauli gegen Augsburg in der Zweiten Liga wäre (fast) ausverkauft gewesen! :fsvsupp2: :schalsb: :fsv1: :schalsb: :fsvsupp2:


Nur kann der FSV nicht den kompletten Stadtteil umkrempeln. Stimmt schon, es geht hier um die Bekanntheit von diesem Stadtteil. Und da liegt Bornheim allemal vor Kalbach oder Unterliederbach! In Bornheim ist auf jedenfall Potential da, nur muss es auch ausgeschöpft werden. In St.Pauli gab es z.B. die "Retter"-Aktion, das könnten wir uns (noch) schenken bei unsren Zuschauerzahlen. Frankfurts überregional bekanntesten Stadtteile würd ich mal auf Bahnhofsviertel, Griesheim (Klischee der Frankfurter Bronx), Sachsenhausen und Bornheim (lustiges Dorf) schätzen. Hier gehts um mehr Kooperation mit dem Stadtteil.
In Bornheim hängt eben noch nicht in jeder Kneipe eine FSV-Flagge, aber es geht aufwärts!
Man merkt es schon, der Stolz kehrt so langsam wieder ein in Bornheim.
Auch die Presse betitelt uns oft als "die Bornheimer". Bornheim profitiert vom FSV, genauso wie der FSV von Bornheim profitiert. Bis zum "Status St.Pauli" wird es wohl noch eine Zeit lang dauern, aber das ist ja nicht verwunderlich bei jahrelanger Abstinenz.
Also nicht quatschen - machen! Raus mit den FSV-Flaggen! Nur so erreicht man auch was.
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Beitragvon ADLERMANIA89 » Donnerstag 16. Dezember 2010, 20:19

In Bornheim steckt sogar mehr Potential als in Bieber ;) . Wir haben halt das Glück, dass Bornheim mit dem "lustigen Dorf" schon für etwas steht. Nun gilt es daraus was zu machen. Wichtig ist, dass die Fans zu diesem Stadtteil stehen und sich vor jedem Heimspiel auf der Berger Straße treffen, um bei den noch nicht Eingeweihten den Fussballsportverein zu repräsentieren. So ein Fan-Marsch in schwarz blau von der Berger Straße zum Bornheimer Hang kann sich auf Dauer gesehen nur positiv auswirken. Das sorgt für Aufmerksamkeit und dadurch wird der ein oder andere beim nächsten mal auch mitziehen. :schalsb:
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Beitragvon de bernemerbub » Donnerstag 16. Dezember 2010, 22:22

Nikolaus Enkelmann, ein bekannter Motivationstrainer sagte einmal:

Du kannst andere nur dann begeistern und anstecken, wenn du selbst begeistert bist, in Dir muß ein Feuer brennen"

Was meint er damit? Wie jede Marke lebt sie natürlich von Emotionen. Der FSV ist zwar eine Marke, aber leider noch eine zu eingestaubte, zu emotionslose Marke in den Köpfen der Endverbraucher / Medien wie HR, DSF, zukünftigen Fans, die es gilt jetzt neu aufzupolieren und wieder mit Leben zu füllen.

Was gehört u.a. zu einer Marke?

ein Beispiel: denke an ein koffeinhaltiges Limonadengetränk, dann an eine Sorte Papiertaschentuch, dann an eine Fussballmannschaft in Frankfurt

Richtig: Coca Cola, Tempo, und Eintracht Frankfurt

zunächst muß eine Produktleistung(guter erfolgreicher Fussball) vorhanden sein um werbewirksame Werbung zu initiieren,s. hier die letzten 10 J. Oberliga bzw. Äbbelwoiliga die niemanden interessiert hat, weil viel zu unattraktiv. Jetzt stimmt dieser Punkt (z.B. für 9 min Tabellenführer in der 2. Liga)das Produkt guter Fussball wird jetzt geboten 28 Punkte 6. Platz etc.

wer später auf den Markt(Profifussball 2.Liga) kommt muß 3 x mehr Reklame machen als der Pionier(SGE) (OFC)

Eine Marke lebt von einem großen Bekanntheitsgrad, hoher Qualität, Ubiquität, Werbedruck, Konstanz, Kontinuität,Vertrautheit und Image

oder in anderen Worten, wer auf dem Weg ist kauft BMW, wer angekommen ist kauft Mercedes

was ist der FSV? ein Volvo = Sicherheitsspezialist, ein VW der läuft und läuft und läuft oder vielleicht ein Audi als Herausforderer von Mercedes? Welche Nische deckt denn der FSV ab?

Zum Image: fällt mir spontan der immer noch belächelte Rentnerclub ein, keine Zuschauer im Stadion weil keine Emotionen nach aussen transportiert werden. Leute verlassen fluchtartig das Stadion statt zu feiern, keine Emotionen, keine Fans vor und nach dem Spiel auf der Strasse und in den Kneipen zusehen, keine Emotionen
Ubiquität Präsenz: früher gabs die tickets auf dem Bernemer Wochenmarkt am Stand, beim Tabak Herrmann oder auch in div. Bernemer Kneipen, da kam der Verein in den Stadtteil und sogar in die Kneipen zum anfassen mit Stammtischen. Heute hält sich der FSV fern vom Stadtteil,zeigt Nichtpräsenz u.a. beim Bernemer Umzug, Faschingsumzug, Nikolausmarkt, Bernemer Wochenmarkt etc. keine Emotionen

nochmals: Hohes C ist der Marktführer und steht für Gesundheit, Valensina steht für Geschmack, Granini steht für Genuss, Punica ist der Durstlöscher, für was steht in Euren Augen der FSV?

Der FSV sollte natürlich nicht nur in Bornheim präsent sein, sondern auch überregional, da grast aber halt auch die SGE bereits ab, die bietet 1. Ligafussball. Was bietet der FSV? Überregional und in regionaler Nähe
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nahe. In diesem Sinne Ihr Leut´
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Beitragvon Brillo Helmstein » Donnerstag 16. Dezember 2010, 22:53

@geschitypi
„Klinkenputzen“ mit Vorbereitungsspielen im erweiterten Frankfurter Umland ist ein guter Ansatz. Ich würde es sogar auf das nordöstliche Gebiet konzentrieren. Denn z.B. über die A66 oder die B521 ist der Bornheimer Hang aus dieser Ecke gut erreichbar.

@ADLERMANIA89
St. Pauli ist als Stadtteil in Deutschland Kult seit Hans Albers und die Fans vom FC St. Pauli haben seit den 70ern an Ihrem besonderen Status gearbeitet. Auch Union ist mit uns nicht zu vergleichen, da dies der Kult-Club der „Nicht-Linien-Treuen“ in Ost-Berlin war. An diese beiden Clubs wird unser Verein in Bezug auf den Kult-Status nie herankommen.
Wir sollten mal den Blickwinkel von außen nach innen einnehmen. Zurzeit gucken wir viel zu oft aus dem Stadtteil in den Rest der Welt. Wie sieht aber der Rest der Welt den Stadtteil? Machen wir uns da vielleicht selbst etwas vor? Warum sind wir so wenig attraktiv, dass uns die meisten Leute in z.B. Unterliederbach, Bonames oder Nieder-Erlenbach einfach nicht wahrnehmen? Wenn wir diese Frage gelöst haben, dann können wir Abhilfe schaffen.

@wolfsangel
Der VfB Stuttgart oder Rot-Weiß Essen haben beide die Transformation vom Stadtteilverein zum Identifikationssymbol der ganzen Stadt geschafft. Von Schwarz-Weiß Essen oder den Stuttgarter Kickers wird nur noch am Rande Notiz genommen. Wir werden einen langen Atem haben müssen, bis wir uns einen auskömmlichen Zuschauerschnitt erarbeitet haben

@bernemerbub
Deinem Beitrag stimme ich grundsätzlich zu. Aber die Präsenz in Bornheim kann nur ein Anfang sein. Nur von Bornheimer Besuchern werden wir auf Dauer in der 2. Bundesliga leider nicht finanziell (über-)leben können.

Ansonsten ist wirklich unser größtes Problem, dass den Leuten nicht klar ist, wofür der FSV eigentlich steht. Wir haben halt im näheren Umfeld schon zwei polarisierende Vereine. Da gibt es einerseits die nach eigenem Selbstverständnis „Guten“ und Erfolgreichen in „rot-schwarz“. Anderseits gibt es die „Bösen“ und nach eigenem Selbstverständnis „immer Benachteiligten“ in „rot-weiß“. Alles andere – also auch wir „Schwarz-Blauen“ - wird emotional in Frankfurt und Umgebung kaum wahrgenommen.

Dazu kommen dann so Kleinigkeiten wie das Stadion. Vom teuren WM-Tempel mit rundum Überdachung brauchen wir gar nicht zu reden. Aber selbst der uralte Berg bietet mit seiner überdachten Stehtribüne - noch dazu auf der Längsseite des Feldes - den Besuchern mehr Komfort als unser halbfertiges Stadion. Dort entwickelt sich bei 5.000 Zuschauern unter Flutlicht schon fast englische Stadionatmosphäre. Bei uns war am Samstag die Südtribüne als die Mannschaft nach dem Spiel an den Zaun kam schon wieder weitgehend leer..
Abgerechnet wird nach dem 34. Spieltag!
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Beitragvon Hermann1947 » Donnerstag 16. Dezember 2010, 23:52

Brillo Helmstein, das verstehe ich auch nicht, jedesmal wenn ich am Hang war blieb ich bis die Mannschaft sich in die Katakomben verabschiedet hat. Das ist in meinen Augen eine Selbstverständlichkeit, egal wie sie gespielt haben. Warum die alle wegrennen verstehe ich überhaupt nicht.
Mein Geburtshaus steht in Bernem!!!
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Beitragvon RalleRalunke » Freitag 17. Dezember 2010, 12:46

Hermann1947 schrieb:
Brillo Helmstein, das verstehe ich auch nicht, jedesmal wenn ich am Hang war blieb ich bis die Mannschaft sich in die Katakomben verabschiedet hat. Das ist in meinen Augen eine Selbstverständlichkeit, egal wie sie gespielt haben. Warum die alle wegrennen verstehe ich überhaupt nicht.


Das ist in meinen Augen schon der Punkt: Was soll der Fußballfan denken, der sich das erste Mal an den Hang traut, wenn die Ränge bis eine Viertelstunde vor und ab fünf Minuten nach dem Spiel gähnend leer sind? DORT ist meiner Meinung nach die Präsenz der Fans gefragt und nicht am Grillstand auf dem Bornheimer Wochenmarkt.
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Beitragvon gummer » Freitag 17. Dezember 2010, 14:49

RalleRalunke schrieb:
Hermann1947 schrieb:
Brillo Helmstein, das verstehe ich auch nicht, jedesmal wenn ich am Hang war blieb ich bis die Mannschaft sich in die Katakomben verabschiedet hat. Das ist in meinen Augen eine Selbstverständlichkeit, egal wie sie gespielt haben. Warum die alle wegrennen verstehe ich überhaupt nicht.


Das ist in meinen Augen schon der Punkt: Was soll der Fußballfan denken, der sich das erste Mal an den Hang traut, wenn die Ränge bis eine Viertelstunde vor und ab fünf Minuten nach dem Spiel gähnend leer sind? DORT ist meiner Meinung nach die Präsenz der Fans gefragt und nicht am Grillstand auf dem Bornheimer Wochenmarkt.


das eine schließt das andere ja nicht aus. man kann sich ja auf´m wochenmarkt treffen und dennoch mindestens eine halbe stunde vorher im block stehen, hat letzte woche ja auch geklappt. auf dem wochenmarkt kann man wenigstens noch was gescheites frühstücken, im stadion gibts nicht gescheites festes zu frühstücken :cheer:
ich denke aber auch, das man schon 30 minuten vor anpfiff im block stehen sollte, nach dem spiel is es doch klar, das man sich von der mannschafft verabschiedet. meiner meinung nach werden es auch immer mehr die dieses tun. wenn jeder das auch durchzieht, was er hier so schreibt, kann es ja nur besser werden. man sollte auch versuchen den ein oder anderen zu überzeugen, wenn er das stadion gleich nach abpfiff verlassen will. is mir am samstag auch gelungen.
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Beitragvon Fußballfreund » Samstag 18. Dezember 2010, 21:36

Na meine Freunde, "Ränge gähnend leer VOR oder NACH dem Kick", das ist doch wohl nur ein untergeordnetes Problem im Vergleich zu "Ränge gähnend leer WÄHREND dem Kick". Über die Zuschauernichtresonanz beim FCA-Spiel bin ich, ihr merkt´s, immer noch nicht drüber weg.
Ansonsten, ich gestehe: ich bin einer derjenigen, der manchmal nach dem Spiel recht flott die Biege macht. Hauptsächlich bei Samstagsspielen, weil ich dann noch meine zweite große Fußball-Liebe ab Anpfiff über sky verfolgen möchte und einfach als "Fußballfreund" gerne Fußball sehe.
Aber auch bei Freitagsspielen, wenn ich meine Kinder dann noch (für ihre Verhältnisse) relativ pünktlich ins Bett bringen kann.
Das sind jetzt für die Verfechter der reinen Supporter-Lehre sicher keine Entschuldigungen. Aber ich habe auch gar nicht vor, mich hiermit zu entschuldigen, sondern möchte einfach nur erläutern, wie´s bei mir ist. Und kann darauf verweisen, dass ich meistens so früh im Stadion bin (schon wegen der drängenden Vorfreude), dass ich bereits PK mit wohlwollendem Applaus empfange - zusammen mit den anderen 100 (?) Irren, die ebenfalls schon so früh auf der Süd herumlümmeln.
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